Aufsatz 
Die Metapher in den Dramen Victor Hugos : (Bis 1830) : 1. Teil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

Vos yeux, ou Cupidon allume un feu vainqueur, Sont deux miroirs ardents qui concentrent la flamme.

Von ihrem Anblick ist er enioré, ihre Hände sind un velours. Dazu will es allerdings nicht stimmen, wenn er sie auchma charmante tigresse nennt.

Weniger galant ist Rochester gegen Guggligoy. Sie ist für ihnvieux*cuir, dans les sabbats roussi,une peau collée à des os,une vieille folle aux griffes desséchés, eine sibylle. Durch ihre gelbe Hautfarbe erweckt sie in ihm die Vorstellung von einem*mandarin chinois; auch nennt er sie scherzhaft die*douairière des Teufels.

Doch nicht nur in Bezug auf Dame Guggligoy verwendet Rochester verächtlich klingende Metaphern, sondern auch, wenn er Cromwell und dessen Anhänger erwähnt. Die Narren, welche ihn verspotten, nennt er singes und*perroquets. Der Protektor selbst ist für ihn ein léopard, renard, vautour, die Puritaner sind loups. Im Notfall ist ihm aber die Sprache der verhaſsten Rundköpfe ganz geläufig, und der Kavalier gebraucht dann Bilder, wie wir sie sonst nur bei Carr und seinen Gesinnungsgenossen finden.Veillez, éclairez votre àme avec la lampe sagt er salbungsvoll. Die Soldaten nennt er piliers dus* Mont Thabor. Daneben finden sich an metaphorischen Ausdrücken, die der Bibel entlehnt sind:*abreuvé des sources du Carmel, amorrhéen, céthéenne, édomite, madianite, Eaechiel, Antiochus, Eléazar. Seinem wahren Charakter an- gemessener klingen indessen die demselben und einem verwandten Gebiete angehörigen Metaphern *gruide, magicien,*diablotin und phrases de sermon. Mit Vorliebe verwendet er auch démon.

Von seinem Poetentum spricht er gern. Er ist stolz, denrayon créateur empfangen zu haben und sagt selbstbewuſst:Je puis semer à flots doublons d'or et quatrains. Auch sind die folgenden Worte für Rochester bezeichnend:

Mais entr'autres rimeurs, tous gens du plus bas lieu, J'ai pour rcomplice Armand Duplessis Richelieu.

Er verwendet gern Metaphern, wie sie einem Dichter nahe liegen:les vers... ont l'air fort bien tournés,zimproviser des veuves, rapsodie,le flambeau du*Pinde anglais und zahlreiche Ausdrücke aus dem Theaterwesen, wie rôle, comédie, tragi-comédie und ähnliche.

Rochester zeigt zuweilen Witz, der sich auch in seinen Metaphern offenbart. So sagt er z. B. auf Carrs WorteMon Aâme veut le jour...Fais donc cesser*l'eéclipse, und von Cromwell meint er:

De quelle allure aimable ainsi qu'en son domaine De supplice en supplice Olivier se promene.

So beschreibt er auch witzig den Sturm, den er gegen das Herz der schönen Francis eröffnet hat, und verwendet dabei zahirgiche ihm meist eigentümliche Metaphern aus dem Kriegswesen:*tourner la place,*fort,»tranchée, assaut, rescalade, préliminaires, capitulation, denen sich an anderer Stelle passend anreihen:*livrer bataille, stratageme, faire la guerre, rattaque, rattaquer, contre-mine, rescarmouche,*poste, rarmee, cainqueur u. a. m. Dem gebildeten Cavalier sind auch geistvolle Metaphern nicht fremd:

O Charles! O Roi-Martyr! comme Olivier te venge! Quel*fouet honteux succede à ton sceptre éclatant. Je tombe, et mon naufrage en est bien moins cruel, De*Chargbde en*Scylla, de ma femme à Cromwell.

Den in seinem Verhalten wechselvollen und überraschenden Cromwell nennt er Pyotee

und sagt von ihm: Cromwell dans notre vin met de Peau du*Cochte. 2*