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In seinen langen Monologen und auch im Dialog mit anderen läſßst Cromwell erkennen, welche hohe Meinung er von seiner eigenen Person hat. Gern spricht er von sich als einem aigle und lion, seine Kinder nennt er vlionceauæ. Er hat die Völker Europas„sous sa griffe“, „sods la main“.„Les peuples sous mon Joug enfin ont pris leur pli,« sagt er selbstbewußst. Er stützt sich auf das englische Volk,„ce peuple, ivre d'amour“, und legt ihm das Gelöbnis ab, sich nicht zum König machen, sondern nur Protektor bleiben zu wollen:
„Je ne veux point ici ceindre le diademe,
Mais'retremper mon titre au sein du peuple mêmée“. Er betrachtet sich als den*pilote des Staates; die Gefahren, welche diesem drohen, sind„un ccueil“, und angesichts dieser„Klippe“ nimmt er seinen Platz ein„au*gouvernail“. Aber dabei bedarf er der Festigkeit:„Si mon cœur est de chair, que mon front soit d'airain“.
Seine Familie macht ihm Sorge. Sie„zupft“(„*tirgille“) beständig an seinem Königs- mantel. Seine Frau versteht ihn nicht.„Marie une bourgeoise au maitre de la terre! Je suis esclave, ami!“ gesteht er dem getreuen Thurloe. Seine Tochter Francis macht ihm zwar Freude, so daſs er sie wiederholt ange nennen kann, aber sie lauscht den Worten des falschen Rochester, und Cromwell mußs bedauernd sagen:„mon Eue écoutait à la langue de vipère.“ — Groſsen Kummer macht ihm Richard, sein einziger Sohn, der mit den royalistischen Ver- schwörern gemeinsame Sache zu machen scheint und daher von seinem Vater Cain, Joas und Sardanapale genannt wird.
Seine Gegner, mögen sie sein, in welchem Lager sie wollen, verachtet Cromwell und giebt dieser Gesinnung kräftigen Ausdruck. Er spricht von der„vertu de cire“ der Repu- bplikaner, die an seiner„Sonne“ schmelzen wird, und als der Conseil privé erscheint, sagt er resigniert-verächtlich:„de tous ces oisecuæ subissons les ramages“. Für einzelne seiner Gegner unter den Rundköpfen hat er die metaphorische Bezeichnung*TVitellius und Brute. Die Roya- listen sind oiseauæw de proie und rats d' Egyupfe, ihr Aufenthaltsort demgemäſs„un impur repaire“; sie alle verdienen„le gibet d'man“.
Ganz besonders verachtet er Murray, und das Tierreich liefert dem erzürnten Protektor einige treffende metaphorische Titel für diesen albernen, schwatzhaften und gesinnungslosen Hofmann. Cromwell nennt ihn*pie, oison qui fait la roue, saigrefin und„*Caméléon rampant hier encor devant moi“. Als Murray den als Wache verkleideten Cromwell nicht erkennt und von ihm den Weg in den Palast erschlossen haben will, ruft dieser geringschätzig aus:„Un nain de cour, me*toiser à sa règle“, und fügt später drohend hinzu, indem er den Ereignissen der jüngsten Zeit eine Metapher entnimmt:„Tu te diras marthr! Tu te feras* Montzose.“
In zwiefachem Lichte erscheint dem Protektor der Jude Manassé. In einer an Schillers Wallenstein erinnernden Scene möchte Crdomwell von dem sternkundigen Hebräer Aufschluſs haben, ob sein Plan, sich zum König zu machen, glücken wird. Kann der Mensch die„pages flamboyantes“ des Himmels öffnen, kann er in dem„liore des cieux“ lesen und den„Schleier“ des Schicksals(„le rideau du destin“) lüften? Wird er die„Sprache“(le*langage) seines Ge- stirns verstehen? Cromwell vertraut ihm und findet scherzhafte Worte für ihn, als er ihm eine schriftliche Vollmacht erteilt:„Voici mon*sorcier, un*talisman parfait“. Aber als er Manassés Treulosigkeit erkannt hat, lautet seine Sprache ihm gegenüber anders. Nun ist er ein oisecu de nuit, immonde corbeau, fils de Cain, Barrabas und»fétide.
Englands Grösse erfüllt Cromwell mit Stolz.„Tout cede à notre ftoile“, sagt er,„le vieux navire anglais est toujours roi des flots“, und„L'Europe de cette ile est l'humble*satellite“. Aber dieses starke England ist sein Werk:„Angleterre! grandis et sois ma fille ainée“. Andere Völker


