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sagen haben, nicht mit Metaphern ausgestattet sind. Die Personen dieses Werks gehören zum Teil dem alten, in den höfischen Traditionen lebenden Adel an, zum gröſseren Teil aber den damals herrschenden Kreisen des Bürgertums.
Im Mittelpunkt der Handlung steht Cromwell. Sein Charakter schillert in den verschie- densten Farben. Er zeigt stellenweise groſse Eigenschaften, im Grunde ist er aber nur ein Heuchler, der seine jeweiligen Entschlüsse dem Augenblicke anpaſst, sich nach der Krone sehnt, aber doch nicht wagt, die Hand energisch nach ihr auszustrecken. Hugo hat selbst in der Vor- rede angegeben, dals er ihn als„étre complexe, hétérogene, multiple, composé de tous les con— traires“ schildern will, und der Verschiedenartigkeit seiner Charakterzüge ist denn auch die Sprache Cromwells angepaſst. Die Metaphern, welche er gebraucht, entstammen sämtlichen Anschauungsgebieten; in alle greift er hinein und entnimmt ihnen zum Teil Bilder, die uns aus dem klassischen Drama wohl bekannt sind, aber vielfach auch solche, die neu, frisch empfunden und ausdrucksvoll sind. Seine Rolle ist, wie sie die gröſste ist, auch die an Metaphern reichste des Stücks,(sie enthält deren nicht weniger als 408) und der Dichter hat es verstanden, diesem Cromwell, wie er ihn nun einmal schilderte, auch die zu seinem Wesen passenden Bilder in den Mund zu legen.
Cromwell, der das Königtum gestürzt hat, ist trotzdem erfüllt von Bewunderung für dessen Gröſse:
. Je ne sais quel lustre, où le ciel se reflète, Environne les rois, depuis les temps anciens. Ces noms, Roi, Majesté, sont des magiciens!“ An anderer Stelle sagt er, dals er sich stolz fühlt„de briller au faëte où quelques roi ont luiu. Beim Anblick des Fensters in Whitehall, durch welches Karl I. das Schaffot bestieg, spricht. er sinnend die Worte: „C'est du sang de Stuart la fenétre souillée! Oui, c'est de là qu'il prit son*essor¹) vers les cieux.“ Den König selbst, dessen Haupt ihm als„lambeau de fantöme“ im Traume erschienen ist, nennt er martyr, und in der Erinnerung an dieses nächtliche Schreckensbild ruft er aus:„j'ai pulcere au cœur... au dedans quelle plaie!“ Dann aber spricht er von Karl als einem„roi tyrien“, verurteilt die Monarchie und zaudert, sich selbst zum König zu machen: „Je me croyais au port, à l'abri des flots, Et me voilà*sondant une mer de complots.“ Und weiter klagt er:„De tout mon destin'eduilibre est rompu... Me voilà de nouveau jouant au dé ma téte.... La question est grave et veut étre mdrie.... Chacun de ces fleurons cache une ardente épine; La couronne les tue; un noir souci les mine.“ Aber er spricht sich selbst Mut ein:„Courage, affrontons la dernière tempéete!“
Die Krone, nach der sich Cromwell so sehr sehnt, ist aber nur zeitweilig begehrens- wert, und groſse Gefahren sind mit ihrem Besitz verbunden. Als es ihm wegen der Ver- schwörung gegen ihn geraten scheint, nicht den Namen Protektor mit dem Königstitel zu vertauschen, nennt er die Krone verächtlich„vaine morce“ und hochet.„J'en connais le poicds“, sagt er,„elle le fait peser sur tous“. Das Feepter ist dann nur ein„morceau de clinquant“, eine marotte, der Königstitel für den Soldaten nichts als„un*panache à Son casque“, der Thron„un mont de sableu, die Macht„une croix.
¹) Die in den Dramen Victor Hugo's nur einmal belegten, der betreftenden Person eigentümlichen Metaphern sind durch ein vorgesetztes* bezeichnet.


