27
lichen und mündlichen Gebrauch der Sprache, so-
weit es die Zeit erlaubte.— 2 St. wöchentlich. Krämer. Lectüre 2 St. wöchentlich. 24 ausgewählte
grössere Stücke aus Lüdecking'’s französ. Lese- buch II. Theil wurden gelesen und erklärt; Ge- dichte memoriert. Ebenau.
Englische Sprache 2 St. wöchentlich.
Aus Lüdecking's englischem Lesebuch I. Theil wurde pag. 1—109 übersetzt; der dritte Akt von Schiller's Neffe als Onkel wurde schriftlich in's Englische übertragen, und ausserdem wurde eine Anzahl grösserer englischer Gedichte auswendig gelernt.
Religion 2 St. wöchentlich. a. die protestantischen Schüler von II. und III.
Greiss.
combiniert. Dietz. b. die katholischen Schüler von II. und III. com- biniert. Tripp.
Geschichte 3 St. wöchentlich.
Im Sommersemester die griechische und mace- donische, im Wintersemester die römische Ge- schichte, nach Pütz's Grundriss.
Bellinger. Geographie 1 St. wöchentlich.
Einige Hauptpunkte der mathematischen und der allgemeinen physikalischen Geographie; dann über- sichtliche Darstellung der physikalischen und po- litischen Geographie von Amerika, Asien, Austra- lien(Sommersemester); ferner von Afrika und spe- cieller von Europa mit besonderer fiervorhebung V der von Deutschland(Wintersemester). zeichnen.
Arithmetik 2 St. wöchentlich. Quadratische und cubische Gleichungen an zahl- reichen Beispielen eingeübt. Permutationen, Com-
Karten- Bellinger.
binationen. Arithmetische Reihen niederer und höherer Ordnung. Zinseszins- und Rentenrech- nung. Henrich.
Geometrie 3 St. wöchentlich. Goniometrie. Ebene und sphärische Trigono- metrie. Elemente der Polygonometrie. Lösung zahlreicher Aufgaben. Henrich. Darstellende Geometrie 2 St. wöchentlich. Die Projectionen der begrenzten geometrischen Figuren mit vielfachen Uebungen in construiren- der Weise, ohne Vorlegeblätter. Hildenbrand.
Naturgeschichte 2 St. wöchentlich.
Im Sommer krystallographische Vorübungen. Im Winter Krystallsysteme und krystallographische Uebungen. Henrich.
Physik 2 St. wöchentlich.
Berührungselectricität, Thermoelectricität, Akmustik.
Mechanik 2 St. wöcheutlich.
Die Statik der festen Körper und die Dynamik
derselben bis zur Pendelbewegung.
Inductionselectricität, atmosphärische Electricität, Greiss.
Greiss. Chemie 4 St. wöchentlich.
Stöchiometrie mit Uebungen im Berechnen stö- chiometrischer Aufgaben. Electrochemie. Sodann die speciellere Chemie der Amphigene(Sauerstoff, Schwefel etc.), der Halogene(Chlor, Brom, Jod, Fluor, Cyan, Ferrocyan, Ferridcyan und Rhodan), des Phosphors, Arseniks, Antimons und Stickstoffs (Ammoniak), nach des Lehrers Leitfaden. Curs II.
Casselmann. Technologie, theoretische, 2 St. wöchentlich. Combiniert mit Kl. I. Casselmann. Freies Zeichnen(facultativ) 3 St. wöchentlich. Combiniert mit Kl. I. de Laspée. Gesang 1 St. wöchentlich. Im Sommer Schirg; im Winter Christ.
Klasse I.
Ordinarius von Oberprima: Professor Greiss; von Unterprima: Professor Casselmann. Deutsche Sprache 3 St. wöchentlich.
Gelesen wurde im Sommer: Schiller's Wal- lenstein, im Winter: Lessing's Nathan der Weise. Literaturgeschichte im Sommer: die romantische Schule(im Anschluss für 1 a); im Winter: Von Opitz bis auf Göthe. Proben und Inhaltsanga- ben aus den Werken der wichtigsten in diese Zeit fallenden Schriftsteller. Declamationsübungen. Uebung im Disponieren deutscher Aufsätze.
Themata zu den deutschen Aufsätzen: 1) Ur- sachen der Ungleichheit unter den Menschen. 2) Warum ist die Arbeit ein Segen für den Menschen? 3) Beherzigung des Spruches: vive memor, quam sis aevi brevis. 4) Der Wohlstand der Eltern ist nicht immer ein Segen für die Kinder. Ia. 5) Die Glocke in ihren Beziehungen zum menschlichen Leben. Ib. 6) Inwiefern wirkt die vernünftige Be-
4*


