Sätzen. schrieben und corrigiert.
Jede Woche wurde ein Exercitium ge- A. Ebenau.
Religion 2 St. wöchentlich. a. Protestanten— combiniert mit Kl. II. Kirchen- geschichte bis zum Jahre 1814. Dietz, Kirchenrath.
b. Katholiken— combiniert mit Kl. II. Kirchen- geschichte vom 11. bis 16. Jahrhundert. Tripp.
Geschichte 3 St. wöchentlich.
Die Geschichte des Mittelalters, vorzugweise die
deutsche bis zum Interregnum.. Hildenbrand. Arithmetik 3 St. wöchentlich.
Wiederholung der Decimalbrüche und Buchsta- benrechnung. Lösung von Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten. Die Lehre von den Potenzen, Wurzelgrössen und Lo- garithmen, nebst zahlreichen Beispielen. Aus- ziehung der Quadratwurzel. Henrich.
Geometrie 3 St. wöchentlich.
Die Stereometrie. Hildenbrand.
Darstellende Geometrie 2 St. wöchentlich.
Die Anfangsgründe der darstellenden Geometrie, insbesondere die Projectionen der unbegrenzten geometrischen Grössen, mit streng wissenschaft- licher Begründung. Sämmtliche Zeichnungen wur- den ohne Vorlegeblätter gefertigt.
Hildenbrand. Naturgeschichte 2 St. wöchentlich.
Im Sommer, Botanik. Im Winter, Conchyliolo-
gie. Henrich. Physik 2 St. wöchentlich.
Die Lehre von den allgemeinen Eigenschaften der Körper, die Lehre von den besonderen Eigen- schaften in den verschiedenen Aggregatzuständen, die Lehre vom Magnetismus und die Lehre von der Reibungselectricität. Greiss.
Chemie 4 St. wöchentlich.
Die ersten Anfangsgründe der anorganischen und organischen Chemie nach des Lehrers Leitfaden. Curs I. Casselmann.
Freies Zeichnen 2 St. wöchentlich.
Symmetrisch gebildete Curven nach der Wand- tafel. Der menschliche Kopf und seine Einthei- lung nach der Zeichenschule von A. de Laspée. Ornamentenzeichnen nach Vorlagen von Bogler.
Ganze menschliche Figuren(Antiken) in dreifach vergrössertem Maasstabe. Situationszeichnen. A. de Laspée. Gesang 1 St. wöchentlich. Im Sommer Schirg; im Winter Christ.
Klasse II.
Ordinarius: Professor Bellinger. Deutsche Sprache 3 St. wöchentlich.
Balladen und die kulturhistorischen Gedichte Schillers gelesen und nach Form und Inhalt er- läutert. Vorausgeschickt wurde ein Ueberblick über Schillers literarische Thätigkeit, sowie ein- gehende Betrachtung der betr. Dichtungsarten.— Ausserdem wurde gelesen das Nibelungenlied, mit Weglassung der Nebenpartien.— Grundzüge der Metrik, Lehre von den Dichtungsarten im Zusam- menhang mit Beispielen, Lehre von den Bildern und Figuren mit Beispielen.— Balladen Schillers und andre Gedichte wurden memoriert, ebenso Prosastücke und damit Deklamationsübungen ver- bunden.— Aufsätze im Sommer 5, davon einer in der Schule, im Winter 6, davon zwei in der Schule. Vorherige gründliche Besprechung der Stoffe, Anleitung zur Disponirung, Stilistik im An- schluss an die mündliche Wiederholung der Cor- rectur. Krämer.
Lateinische Sprache 3 St. wöchentlich.
Aus der Grammatik wurde die Lehre von den Zeiten, der Folge der Zeiten und den Modis wie- derholt und erklärt; zur Einübung wurde wöchent- lich ein Exercitium aus Spiess's Uebungsbuch zu Hause und ein Exercitium nach Dictaten alle 14 Tage in der Schule geschrieben. Aus dem La- teinischen mündlich und schriftlich übersetzt: 1. Cicero's Reden für Ligarius und den König De- iotarus; 2. aus Ovid's Metamorphosen: a. Däda- lus, b. Theseusbei Achelous, c. Kampf des Hercu- les mit Achelous, d. Tod und Apotheose des Her- cules. Privatim wurde das 7te Buch Cäsars über den gallischen Krieg gelesen und schriftlich über- setzt. Bellinger.
Französische Sprache 4 St. wöchentlich.
Grammatik: Plötz Schulgrammatik II. Cur- sus, die Lectionen 24— 55. Alle deutschen Stücke schriftlich und mündlich übersetzt und zum Theil in der Klasse, zum Theil zu Hause corrigiert- Exerc. Scholast.— Anleitung zum freien schrift-


