25
ausserdem unter der Leitung des Hrn. Zeichenlehrers Müller an den Zeichenstunden in der höheren Bürgerschule dahier betheiligt. An den facultativen Unterrichtsgegenständen haben die Schüler in folgender Weise Theil genommen: An dem physikalischen Practicum 25 Schüler. An der theoretischen Chemie 23. An der theoretischen Technologie 6. An den chemisch-technischen Uebungen 29. Am freien Zeichnen 14 und aus dem humanistischen Gymuasium 19. Am Englischen: In 1 16, in II 12, in III 27. Die Vertheilung des Lehrstoffs unter die einzelnen Lehrer der Anstalt, sowie die wöchentliche Stundenzahl derselben ist aus der folgenden Uebersicht zu ersehen.
Eine Auswahl von Zeichnungen, welche in der darstellenden Geometrie von den Schülern selbstständig in der Schule gefertigt worden sind, wurden, nach den verschiedenen Klassen geordnet, zur Weltausstellung nach Paris geschickt, um auf diese Weise den am Realgymnasium eingeschlagenen Gang in dieser Wissenschaft, sowie die Sorgfalt der Aus- führung, welche von den Schülern beim Zeichnen gefordert wird, zur Anschauung zu vringen.—
2B. Besonderes.
Uebersicht der im Jahr 1866— 67 behandelten Lehrgegenstände.
Klasse III. Französische Sprache 4 St. wöchentlich. Ordinarius: Collaborator Dr. E. Hildenbrand. Grammatik: Gründliche Wiederholung der Deutsche Sprache 3 St. wöchentlich. Pormenlehre.— Plöt⸗ Schulgramm. II. Cursus Erklärung von Gedichten aus dem Lesebuch von die Lectionen 1— 23. Alle deutschen Stücke schrift- Spiess. Lese- und Deklamationsübungeu. Eini- lich und mündlich übersetzt und zum Theil in der
Schule zum Theil zu Hause corrigiert, die franz. Stücke mündlich übersetzt. Exercit. Schol. und
ges aus der Lehre von den Dichtungsarten. Deutsche Aufsätze. Henrich.
Lateinische Sprache 4 St. wöchentlich. Extempor.— Lektüre: 2 St. wöchentlich. Aus Die Lehre von dem Gebrauch der Casus; zur Lüdecking's franz. Lesebuch: Abth. I. No. 11, Einübung der grammatischen Regeln wurde wö- Abth. II. No. 1, 3, 5 gelesen und erklärt, von chentlich ein Exercitium aus Spiess's Uebungs- einem Theil der Schüler schriftlich übersetzt.—
Sprechübung: Memoriren von Wörtern, Anek- doten, Gedichten; Nachsprechen, Nacherzählen; Phraseologisches angeknüpft an die Lektüre. An- leitung zum freien schriftlichen Gebrauch der Sprache. Krämer.
buch zu Hause und alle 14 Tage ein Exercitium nach Dictaten in der Schule geschrieben. Aus den Commentarien Cäsars über den gallischen Krieg wurde das bellum Heloeticum lib. I. 1— 30 und ferner das fünfte Buch ganz mündlich und schrift- lich übersetzt und erklärt. Ausserdem wurde aus En glische Sprache 3 St. wöchentlich.
dem Tuürocinium poeticum von Siebelis übersetzt: Anfangsklasse. In Crüger'’s Lehrbuch der Engl. 1. Das goldene Zeitalter, 2. Icarus, 3. Philemon Sprache I. Cursus wurden die ersten fünf Abschnitte und Baucis, 4. Verwandlung lycischer Bauern in durchgenommen, die Wörter memoriert; häufige Frösche. Bellinger. Leseübungen und Sprechübungen in einfachen
4


