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Es folgt darauf bei Samuel Daniel die oben mitge- teilte Ausserung des Königs über seinen geplanten Kreuz- zug. Dann fährt Heinrich fort(IV. Str. 93): Du hast durch meine Regierung nicht den Vorteil, dass du sie über— nehmen kannst wie diejenigen, denen eine lange Ab- stammung durch die Gewohnheit Liebe erkauft hat: mit Mühe musst du dir die Zufriedenheit zu erkaufen suchen. Was ihnen die Geburt gab, hast du noch zu gewinnen durch Tugend und gute Regierung.“*) Bei Shakespeare steht der Prinz auf einer viel sichereren Basis. Während er sich bei dem älteren Dichter auf seine Abstammung nicht berufen kann, wird es bei Shakespeare gerade als ein Vorteil für den Prinzen hingestellt, dass seine Geburt ihn zu der Krone berechtigt(H. IV. 2. T. IV. 5, 200 ff:
.....„Denn was ich erjagt,“*) Das fällt dir nun mit schönerm Anspruch heim, Da du durch Erblichkeit die Krone trägst.“
Aus allem ergibt sich, dass in Shakespeares Dar-— stellung das Königtum der Lancasters bei dem Tode Heinrichs IV. auf fester Grundlage ruht, die es bei Samuel Daniel bei weitem noch nicht in dem Masse hat. Wenn daneben die Zuversicht des Königs in der oben(S. 99) angeführten Stelle etwas getrübt erscheint, so ist das auf Rechnung der Quelle zu setzen, gegen deren Tendenz Shakespeare zwar offenbar sehr stark und bewusst, aber nicht überall vollständig konsequent ankämpft.
Von schwerwiegender Bedeutung für die Beurteilung Heinrichs IV. bei Shakespeare ist nun vor allen Dingen noch der Tod des Königs. Man kann die Beobachtung *) Thou hast not that advantage by my reign
To riot it as they whom long descent
Hath purchas'd love by custom: but with pain
Tnhou must contend to buy the world's content.
Wnat their birth gave them thou hast yet to gain,
By thine own virtues and good government.
**) For what in me was purchased, Falls upon thee in a more fairer sort; So thou the garland wear'st successively.


