— 6—
ltalien im Besitze des Schwagers der Frau Billon, des Herausgebers der„Semaine réligieuse“, des Herrn D. theol. h. c. Chaponnidère in Genf sich befinden. Eine andere Gruppe, die von Düntzer unter den Nummern 1— b veröffentlichten Briefe, die den Jahren 1771 und 1772 entstammen, sind durch meine Vermittlung in den Be— sitz des Freien Deutschen Hochstifts zu Frankfurt gekommen. Bei den im Auftrage der Besitzerin der Briefe mit dem Direktor dieses Stifts, Herrn Prof. Dr. Heuer, gepflogenen Verhandlungen habe ich darauf hingewiesen, dass dem von Düntzer unter Nr. 4 gegebenen Briefe eine Uebersetzung Goethes aus Ossian voraufgehe, die bis dahin noch nicht gedruckt war. Darüber hat Fierr Prof. Dr. Heuer eine sehr interessante, umfangreiche Abhandlung im Jahrbuch des Freien Deutschen Fochstifts 1908, S. 260 ff. veröffentlicht. S. 268 heisst es:„Wir sind nun in der Lage, den wichtigen Brief, der kürzlich in den Besitz des Frankfurter Goethemuseums gelangte, in Faksimile wiederzugeben. Es zeigt sich, dass die Arbeit Goethes eine umfassendere war. Sie enthält im ganzen 38 Zeilen des Ur- textes.“ Und vorher auf derselben Seite steht zu lesen:„Goethes Brief war seit dem nur den zweiten Teil enthaltenden Abdruck Düntzers verschollen. Auch für die Weimarer Ausgabe war er nicht erreichbar.“
Nach diesem kurzen Hinweis auf den Bestand der Briefsamm- lung kommen wir auf die Briefe des hannoverischen Leibarztes Zimmermann zu sprechen, die dieser an seinen Freund Herder gerichtet hat.
Düntzer gibt Band II, S. 325— 380, deren 29, die bis auf 3 Briefe im Originale noch vorliegen; einer von diesen letzteren, der Brief vom 14. Oktober 1774, ist nach einem der Sammlung beiliegenden Zettel„an Herrn Düntzer geschickt“ worden.
Die noch vorhandenen 40 Zimmermann-Briefe tragen alle eine mit Blei geschriebene Reihennummer, aus der sich ergibt, dass mindestens 63 Briefe vorgelegen haben. Legen wir diese Zählung zu Grunde, dann hat Düntzer die folgenden Nummern drucken lassen: 1, 4, 8, 15, 16, 18, 20, 28, 20, 41, 43, 44, 45, 47, 48, 50, 51, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 50, 61, 62, 63. Im Originale liegen weiter noch vor: 9, 10, 11, 12, 19, 21, 32, 33, 34, 38, 46, 40, 60. Nicht mehr vorhanden oder noch nicht wieder aufgefunden sind: 2, 3, 5, 6, 7, 13, 16, 17, 22, 23, 24, 25, 20, 27, 30, 31, 35, 36, 37, 39, 40, 42, 52. Der Briefwechsel zwischen Zimmermann und Herder erstreckt sich auf die Zeit vom 17. Juni 1773 bis zum 30. Mai 1779. Die meisten Briefe entfallen jedoch auf die Jahre 1774—1776.


