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gewöhnlich zwiſchen 11—13 Alb. das Viertel, oder 4 Rchsthlr. die Ohm. Sorgfältig wurde darüber gewacht, daß kein fremder Wein in die Stadt gebracht wurde, von dem nicht für jedes Fuder 1 Goldgulden Acciſe entrichtet war; ebenſo durften die Wirte, ſo lange Wein in der Stadt zu haben war, nur hieſigen verzapfen. Sie zahlten als Abgabe von jedem Fuder 17 Gld.; 12 an den Landesherrn und 5 an die Gemeinde.¹)
Die wichtigſte Anderung aber vollzog ſich in dieſer Periode auf dem Gebiete des Handwerks. Im März 1657 traten ſämtliche Hand⸗ werker der Stadt zuſammen und beſchloſſen, ſich zu einer Zunft zuſammen zu thun; es waren 7 Bäcker, 2 Metzger, 3 Schneider, 4 Schuhmacher, 7 einde 5 Zimmerleute und Schreiner, 2 Maurer, 2 Leyendecker
¹) Als Beleg für Preis und Lebensweiſe möge hier eine Rechnung ſtehen, die der Barbier und Wirt Peter Walter im Jahre 1696 ſchrieb bei Gelegenheit des früher erzählten Grenzſtreites. Was die Herren Landſchieder bei mir an Speis und Trank verzehrt haben: Gld. Alb. Krz. 11. Auguſt: 2 Landſchieder und der Bürgermeiſter zum Nachteſſen 1——
Gedronken 2 ½ Maß weißen Wein à 10 Alb...— 25—
An Brandewein vor....— 9 1
12. Auguſt: Des Morgens an Brandewein vor...— 5— Zum Mittageſſen 2 Landſch., der Düenern u. N
Jungmann.. 1 10—
Zum Eſſen gedronken 2 M. w. Wein...—.20—
Ins Feld genommen 2 M. w. Wein.....— 20—
Die 4 zu Nacht geſpeiſt... 4 10—
Zum Eſſen gedronken 2 M. w. Wein...— 20— 13. Auguſt: 3 Landſch., Bürgerm., J. Tunuinum 1 1 Biuger zu
Eſſen... 3.. 2——
Gedronken 4 Maß Roten 1 20—
Zu Nacht geſpeiſt 5 5 Perſonen. 1 20—
Gedronken dazu 3 ½ Maß Roten„ 1 13 1
14. Auguſt: Des Morgens an Brandewein.— 2 1
Mittageſſen vor 5 Perſonen ins Feld hinaus 1 7 1
Noch mit hinausgenommen 2 ½ Roten. 1 1 1
Item hinaus holen laſſen 2 M. w. Wein— 20—
Zu Nacht geſpeiſt 7 Perſonen. 2 10—
Zum Eſſen gedronken 5 M. Roten.. 2 2 1
„ 1 M. w. Wein.— 10—
15. Auguſt: Für ein Frühſtück von 4 Perſonen.— 20—
Gedronken 1 M. Roten— 12—
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