Aufsatz 
Lahnstein in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
(Beiträge zur Lahnsteiner Geschichte. II.)
Entstehung
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Lehrereinkommen neu geregelt worden. Er erhielt von der Gemeinde zehn Malter Korn, von jedem Kinde jährlich 6 Alb. und als Glöckner von jedem Bürger ein Viertel Wein; dazu 3 Wagen Holz und einige geringe Geldgefälle. ¹)

Erwerb und Steuern. Durch die neu gegründeten Höfe erhielt der Ackerbau in dieſer Zeit einen ſtarken Aufſchwung. Es werden Korn, Hafer, Spelt, Gerſte, Erbſen, Wicken und Linſen zum Zehnten herangezogen. In den ausgehauenen Hecken wurden mit Vorliebe Olſaaten gebaut, und Rüböl bildete das wichtigſte Küchenfett der armen Leute. Die Schafzucht ſcheint in dieſer Periode aufgehört zu haben, nur die Metzger durften 50 Hämmel im Herbſte in die untere Gemarke treiben. Gegen die Geiſen, die an jungen Bäumen und Weinſtöcken Schaden anrichteten, wird auch jetzt ein ſtändiger Kampf geführt. Dagegen hielt die Stadt wie früher einen Kuh- und Schweinechirten, die eine Gemeinde⸗ wohnung und auch ein Stück Land mit Obſtbäumen inne hatten. Die Zahl der Schweine hing weſentlich davon ab, ob die Eicheln und Buch eckern in den Waldungen gerieten. War dies der Fall, ſo durfte der Kurfürſt 50, der Amtmann 25, der Zollſchreiber 13 und der Saalkellner 6 Schweine mit in die Maſt treiben. Den Haupterwerbszweig bildete natürlich der Weinbau, der auf jede Weiſe geſchützt und gefördert wurde.

Alljährlich wurde der Preis vom Gericht feſtgeſetzt; er ſchwankt

¹) Pfarrer ſind: Thoma 163354. Junk 165489. Limpert 16891718. Kapläne: Tilemann Carnoth, Joh. Filtzengräber, Chriſt. Baur, Wilh. Reiner, Jac. Dodt, Severus Knopf. Lehrer: Paul Piſtorius, Rudius, Ludw. Thoma, J. K. Kautz, 1 Severus Knopf, J. K. Vogt, Joh. Jannert Konrad Klein.