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welcher weder das Eine im Andern aufgeht(Genitiv), noch das Eine das Andere überwältigt (Accuſativ), ſondern beide Subject und Object theilen einander mit, und bewahren mehr oder weni⸗ ger ihren Character oder ihre Selbſtſtändigkeit, z. B. Qs d dvreoe pnordrng xe*νραρρρν.— ᷣ A³, lOe, OlO, 20lOpry: TG AnSes r SnSeyra rOνοοισσρ Oijgag 05 Oυοωνε dεαομ. Eben dies Verbum wird auch mit dem Genitiv verbunden: Iayreg aezoce- vorinars ris SSiνοσꝓoν iαtas: Ihr habt die wν. in Euch als eine in Euch hineingeſtrömte, von der Ihr trunken worden ſeid.— o rXete, Ipo Sar, rnodge: Kaxole 6 11⁴ι 2ετος ε‿οσσ ναeν. TG αςσννυνν τ‿οτς ⁵οο!νBυνσνοσσανιινσ πησανισαεαμας. Die Verba der freund⸗ lichen und feindlichen Geſinnung und That, des Kämpfens und Streitens mit Worten und Waffen: Stαα‿ειρνια α, e αeντιν νσιασ, eν τπαοαεᷣ́ d*ι, dει ςεεα τ εν, 5le, dern A- e aαν, A eo ar u. ä.§. 48, 8. Dahin gehört auch der Dativ in dem Satze: 1ʃ Ʒ‿ᷣο‿ va—ol; was habe ich mit Dir und Du mit mir zu ſchaffen? r4 Ʒεο τoĩεαo; oder ein Infinitiv: was geht das mich an? was verſchlägt es mir? Ausſöhnung arƷνᷣeee ar. ä. Es iſt begreiflich, daß die Verba und Adijectiva, in denen der Begriff des Zukommens, des Sich⸗Ge⸗ ziemens, des Anſtändig⸗ſeins, mit dem Dativ verbunden ſein können.
An die Begriffe des Wetteiferns, des Naheſeins ſchließen ſich die der Übereinſtimmung, der Gleichheit und ÄAhnlichkeit.
über die feinen und zarten Beziehungen und Verhältniſſe des ethiſchen und perſönlichen Dativs im engeren Sinne iſt inſtructiy was Syntax§. 48, 3. 4. 6. ſteht. Wir fügen nur die eine Be⸗ merkung bei, daß bei den mit der Präpoſition ⸗% zuſammengeſetzten Verben ſehr natürlich der Dativ ſteht, da dieſe Präpoſition der Thätigkeit einen moraliſchen Charakter gibt.
Der Dativ bei paſſiven Formen, beſonders dem Perfect des Paſſivs, bezeichnet niemals das Hervorbringen, ſondern immer nur das Dabei⸗ſein, das Betheiligt⸗ſein: Xonords rovnpoꝛs 05 rerpchoæera X6„ois— der Rechtſchaffene wird bei ſchlechten Reden nicht verwundet.§. 48, 15. A. 3.
Cauſal aber im ſtrengen Sinne des Wortes iſt der Dativ nicht; und bezeichnet auch bei den Verben der Affecte und deren Außerungen niemals die Urſache, wohl aber die Veranlaſſung: T4 ³d à νεες νννναη ντμρ 5?y L+; heißt nicht: Warum biſt Du ſo muthlos über, wegen dieſes Wortes, dieſer Rede?, ſondern: Warum biſt Du ſo muthlos bei dieſem Worte? Aioxtννονμαι ro ꝙτεον μααςεας— wenn ich mir die früheren Vergehen nahe vor die Seele halte, ſo fühle ich Scham dabei. Urſache und Veranlaſſung unterſcheidet der Grieche ſehr genau, da er bei jener den Genitiv und bei dieſer den Dativ ſetzt. Wir Deutſche thun daſſelbe, wenn wir


