Aufsatz 
[Zur griechischen Grammatik] : über genike und dotike ptosis / [Georg] Blackert
Entstehung
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II. Über dorr r.

In der genannten Zeitſchrift ſagt Herr Profeſſor Schömann S. 80. ff. alſo:Was nun die Benennungen(der Caſus) ſelbſt betrifft, ſo bedürfen zunächſt euSeia oder 698, Nnrren und xhdruα rchoeis keiner Erklärung und ſind richtig von den Lateiniſchen Grammatikern durch c. rectus, c. vocativus und c. obliqui wiedergegeben. Aber unter den Namen der drei obliquen Caſus iſt nur der eine, doreen, richtig durch Dati vus überſetzt. Offenbar wollte der Urheber dieſes Namens den Caſus als den des entfernteren Objectes bezeichnen, und griff, in Ermangelung eines eigentlicheren Ausdruckes hierfür, zu dem Mittel, ihn nach einem ſpeciellen, aber allerdings ganz paſſend gewählten Beiſpiele zu benennen. Denn das Verbum ddGo verlangt ja neben dem unmittelbaren nächſten Objecte, dem gegebenen Gegenſtande, nothwendig auch noch ein entfernteres, betheiligtes, wie es eben der Dativ angiebt. Daß übrigens mit dieſer Bezeichnung des Dativ, als Caſus des entfernteren Objectes, doch der eigentliche Grundbegriff, aus welchem dieſe Anwendung des Caſus nur als eine unter mehreren hervorgeht, nicht getroffen iſt, darf dem Urheber derſelben nicht zum Vorwurfe gereichen. Uber die wahren Grundbegriffe der einzelnen Caſus ſind wir auch heutzutage noch keineswegs im Klaren;*) und jene Anwendung des Dativ als Caſus des entfern⸗ teren Obiectes iſt wenigſtens eine ſo hervorſtechende und weitumfaſſende, daß man ſich eine hier⸗

*)Vt nunc quidem res est, velim technici nostri satis habeant talia euoνανινπνασοος referre in suas quaeque formas et genera: si quis etiam ad classes adscendat, nolo intercedere, modo ne somnia nobis narret dum videtur philosophari: sed ad notiones evehi maxime generales, unde om- nia pendeant, res est plena aleae, quam nepotibus nostris reservari malim. Schäfer zu Porſon's Ausg. des Eurip. S. 442 der 3. Ausg.

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