Aufsatz 
[Zur griechischen Grammatik] : über genike und dotike ptosis / [Georg] Blackert
Entstehung
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denn das Eine für das Andere geſetzt werden, wie dies die Mathematik ausdrückt; im Griechiſchen kann auch die Präpoſition Aer! ſtehen: Zwei Dinge werden einander gegenüber gehalten, abgewo⸗ gen und es kann, da ſie als gleich gelten, das eine an die Stelle des andern treten: Der Genitiv des Preiſes bei den Verben des Werthes und der der Schätzung, des Kaufes und Verkaufes. 8. 47, 17.

An dieſen Genitiv ſchließt ſich der Genitiv bei Wörtern der Beſchuldigung, Anklagen, Verurtheilen an.§. 47, 22.

Gegenſeitiges Abwägen und innerliches Gleichſtellen oder Ungleichſtellen iſt bei dem Genitiv der Superiorität und Inferiorität: comparativer Genitiv.§. 47, 18.Maaß⸗ beſtimmend iſt der Genitiv bei Comparativen, während die ſynonyme Ausdrucksweiſe mit als mehr paralleliſirt.§. 47, 27.

Weder für Herrn Profeſſor Schömann, noch für einen Anderen will ich hier beim Geni⸗ tiv mit einem: quod erat demonstrandum, ſchließen. Es kann nicht Jedes, auch nicht Jedes für Jeden bewieſen werden, am wenigſten das Weſen der Sprache und ihrer Erſcheinungen. Auf⸗ merkſames, langes und unverdroſſenes Leſen und Wiederleſen der Alten kann allein eine Quelle richtiger Grammatik ſein: durch die meiſten Grammatiken gehen die ᷣααmσάα verloren: darum ſind denn auch manche Einfälle, als bezeichne eyren das Genus, das Geſchlecht uir, esoxie, unterblieben. Was ſich zu einem beſtimmten Leben entwickelt hat, das hat Genus, Geſchlecht, männliches oder weibliches; was unentſchieden iſt, iſt genus neutrum. Daß der Genitiv ſehr ent⸗ ſchiedenes ſtarkes Geſchlecht hat, zeigt die Sprache. Wollte man in dieſem Helldunkel weiter gehen, ſo wäre der Genitiv das 7eνοο υmν*Ʒ εsννν, das männliche; der Dativ das weibliche Genus, und der Accuſativ das Neutrum, u. ſ. w. u. ſ. w.