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Zuſatze„Verhältniſſe der Cauſalität⸗ ſchließen darf, der Begriff einer natürlichen, inneren Ver⸗ bindung oder Beziehung liegen, ſo würde das Richtige getroffen ſein.
Von der geiſtigen Höhe, auf welcher die Stviker und der Philhellene Fr. Thierſch ſtehen, ſinken in neuerer Zeit manche Grammatiker herab und gerathen in gar zu irdiſches und ſublunari⸗ ſches Terrain, da dieſe in die Caſuslehre das hineinbringen, was der lebendige Strom der griechi⸗ ſchen Sprache als todte Weſen herausgeworfen hat: das Locale. Dafür hat das Griechiſche beſon⸗ dere Formen und die Präpoſitionen. Ungeachtet aber dieſer und jener Grammaticus den ſ. g. loca⸗ len Gebrauch des Genitivs ſelten und poetiſch nennt, ſo läßt er ſich doch nicht warnen, dieſen localen Gebrauch als Grundbegriff an die Spitze zu ſtellen, da es doch mehr als genug wäre, dieſe vermeintliche Poeſie in einer Anmerkung zu erwähnen. Werden aber nur Raum und Zeit nicht als todte metaphyſiſche Begriffe, oder als ſtarre des Lebens baare Dinge, ſondern wird der Ort als lebendig, als von geiſtigem Weſen durchdrungen und die Zeit als Leben hervorbringend und auch verſchlingend betrachtet, wird, mit Einem Worte, die Welt pantheiſtiſch, poetiſch und alles Leibliche, ſ. g. Materielle als vom Geiſte erfüllt, d. h. im Sinne der Griechen, angeſchaut, ſo fällt die moderne Scheidewand zwiſchen lebloſem Stoffe und lebendiger Seele. So wäre denn auch kein triftiger Grund zu dem Streite geweſen, welchen der ſpiritualiſtiſche Caſus⸗Lehrer, Herr Rum⸗ pel, gegen den vermeintlich materialiſtiſchen Grammatiker Hartung erhoben hat.— Motto mancher Humanitäts⸗Lehrer: Nihil humani a me alienum puto. Vergl. auch Jahn's Bericht über den Congreß der Humanitäts⸗Lehrer zu Jena in ſeinen und Klotz's Jahrbüchern ꝛc.—
Dieſe Orientirungsverſuche auf dem Gebiete der Caſus durch die Fragen: Woher? Wo? und Wohin? haben, wegen der ſinnreichen Antworten: Genitiv, Dativ, Accuſativ, dahin geführt, wo⸗ hin alle Irrlichter verlocken. Der Grammatiker K. W. Krüger, der ſonſt vielfach Autorität ſein kann, hat nun beim Genitiv noch einen Schein des Worin zum Woher gefügt; und damit hoffentlich den Localiſten ihre Behauſung noch weniger geheuer gemacht. Wenn die eingedrungenen böſen Geiſter, das Woher? Worin? Wo? Wohin?, ſich um den Beſitz ihres Platzes zu ſtreiten anfangen, ſo wird dann auch wohl der rechte Mann erſcheinen, der die unſaubern Geiſter aus⸗ treibt; ich getraue mir es nicht zu der Teufelsbanner zu ſein. Wer weiß denn, ob nicht für den Einen ausgetriebenen zehn ſchlimmere ſich einſtellten! Meine harmloſen Bemerkungen über Tevarh wrοt ſollen den Zank nicht mehren.—
Alles Fruͤhere, Alteres, Neueres und Neueſtes möglichſt in ein großes Flußbette leitend hat Herr Raphael Kühner in ſeinen Grammatiken die materialiſtiſchen Woher? Wo? und Wohin?


