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Januar und Februar(s. Ritter XII, 684 ff. 699 fg.; Pet. Mitt. XVIII, 1872, S. 331; Maltzan, Reise nach Südarab. 153). Mührys Erklärung der Regenlosigkeit Adens(Z. d. östr. Ges. f. Met. III, 415 fg.) befriedigt nicht, denn thatsächlich ist der NE.-Monsun hier der Regen- bringer, der vom Meere kommt und mit Feuchtigkeit beladen ist. Das Ländchen Lahedsch (el Hauta, Hota nw. von Aden) hat in seinen nach dem Meere zu gelegenen Stellen spärliche Winterregen, während die inneren Teile, weil sie dem Hochlande angehören, tropischer Sommerregen sich erfreuen. So ist es an dieser ganzen Küste, daher wir auf die einzelnen Teile derselben nicht einzugehen brauchen. Aehmlich wie in Aden erlebte J. Bird 1833 an der Küste von Makalla 14 ½2°N., 49°14⸗E.) bei NE.-Monsun leichten Spreuregen; reichlicher Tau fällt in den Nächten(S. Wredes Reisen, S. 271 für den September 1843), und das Wetter ist dann zur Zeit dieses Windes, Oktober bis Mai, an diesem Küstenstrich nebelig.
Von dem östlichen Teil der Südküste wissen wir wenig; an den dem Meere zuge- kehrten Rändern des Subhän-Gebirges bringt der SW.-Monsun auch für die Küste einigen Regen(s. Ritter XIII, 304). Besser sind wir über die Kurian-Murian-Inseln unterrichtet, welchen der SW.-Monsun furchtbare Regengüsse spenden soll, während der NE.-Monsun von der trockenen Halbinsel her grosse Dürre bringt und Zerspalten der Bodenoberfläche bewirkt. Aber der milde, feuchte Südwind tritt hier auch im Winter auf und bringt Niederschläge (s. Hultons Bericht bei Ritter XIII, 338 fg., 344 fg. für den„Palinurus“). Das Küstenland bis zur Ostspitze Arabiens wird immer öder und unbewohnter; im Altertum war dagegen der SE. Arabiens wohlbebaut.
Wenden wir uns zum Gebirgsland, so treffen wir hier im ganzen reiche tropische Sommerregen, die vielleicht nur den grösseren Hochebenen mangeln. Das Klima der Berg- region ist gemäfſsigt, obwohl auf den hohen Plateaus jähe Temperaturwechsel nicht selten sind. Auch hier kommt es zu Frosttagen; nach Maltzan sollen die Jafi'a-Berge, die wohl 3000 m erreichen, 4 Monate im Jahre Eis auf ihren Spitzen tragen.
Doch nicht Hitze und Kälte machen hier irgend ein Gebiet zur Steppe oder Wüste, sondern alles hängt von der Menge und der Verteilung der Niederschläge ab. Regel sind die Sommerregen; doch treten auch vereinzelt Winterregen auf, die gerade nicht, wie v. Maltzan(Südarab. 211) glaubt, aus der gemäſsigten Zone hierher verirrt zu sein prauchen, denn das Gebirge veranlasst selbst lokale aufsteigende Luftbewegungen, welche Ursache von Niederschlägen sein können. Die inneren Gebiete teilt Maltzan in 4 klimatologische Zonen ein: 1. Das Tiefland des Innern, d. h. Senkungen zwischen den Gebirgen; er sollte sie nicht als„Tiefländer“ bezeichnen, obwohl sie, im Hinblick auf das Gebirge, eine relativ tiefe Lage haben, während ihre absolute wohl bedeutend ist. Hier befinden sich, dank der tropischen Sommerregen und Sommerwärme, vorzügliche Kaffeedistrikte. 2. Das Mittelgebirge; auch hier, doch weniger, Kaffee, ferner die meisten Obstsorten, alle Cerealien, Tabak, Baumwolle, Indigo. 3. Die Hochebenen, die eigentlichen Kornkammern Südarabiens. Hier sind aber die Datteln von geringer Qualität; jenseits der Höhe von 1500 m werden sie wohl kaum fortkommen. Ein grosser Teil dieses fruchtbaren Gebietes bleibt aber unbebaut und ist natürliches, üppiges Weideland. 4. Die Hochgebirge mit den Cerealien der nördlichen Länder(Hafer, Gerste); auf den bewaldeten Höhen die Ka'atkultur, wie auch im W.; östlich vom Wadi Bonna kommt sie aber nicht mehr vor.
Auch in diesem gesamten Gebiete gibt es keinen perennierenden Flusslauf(Ghail), so sehr man auch um das Waàdi Hagar oder Méfat(Meifàt, Meifaa) beim Raàs el Kelb sich ver- dient gemacht hat, um ihm den Namen eines nie versiegenden Wasserlaufes zu verschaffen.


