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200 mm i. J., südlich derselben die Küste über 200 bis zu 600 mm; die Gebirgsländer über 600 mm.
Die afrikanische tropische Ostküste dieser Breiten zeigt ähnliche Niederschlagsver- hältnisse wie die arabische Westseite; der Vorfrühling und der April bringen die ersten Niederschläge; die Hauptregenzeit füllt auch hier in den Juli, wo sie von starken Gewittern begleitet ist, und dauert bis Ende August; einzelne Niederschläge finden noch im September statt. Ueber den Zusammenhang zwischen Windrichtung und Regenfall in diesem Gebiete handelt Mühry a. a. O. und Hann, Handbuch, S. 260 ff. Es ist der SW.-Monsun, welcher hier als sommerlicher Regenwind auftritt, während der NE.-Monsun im Winter die Trockenheit bringt; er erscheint aber hier manchmal abgelenkt als NW. Der SW.-Monsun scheint aber für die östlichen Abhänge des südwestlichen arabischen Hochlandes nicht mehr zu bestehen; hier müssen im Sommer, gerade so wie dies im Imern der Fall ist, nördliche Luft- strömungen vorherrschend sein, welche die Ostseràts zu trockeneren Gebieten machen(s. Hann, Handbuch 435 fg.). Bei Betrachtung der Niederschlagsverhältnisse der Südseite wird sich
etwas Aehnliches herausstellen.
B. Die Südküste.*)
Auch hier ist wie auf der Westseite zwischen der ziemlich schmalen Küstenebene und dem Gebirgsland zu unterscheiden; der Uebergang zwischen beiden vollzieht sich all- mählich. Die höchsten Erhebungen scheinen in dem westlichen Teile zu liegen; die Osthälfte bis zum Raâs el Hadd(22° 23˙ 30“ N., 59° 50 E.) ist niedriger. Die Küstenlänge beträgt 2100 km, der Unterschied der Breite zwischen dem südlichsten Kap Arabiens(Râas Ara) und jenem östlichen ungefähr 9 ½. Am genauesten sind wir über den westlichen Abschnitt, ungefähr bis 49— 50 E. unterrichtet. Dieses Gebiet teilt v. Maltzan in die unfruchtbare Küstenebene, in das mittlere Bergland, in die Hochebenen und das Hochgebirge, die in einer Entfernung von durchschnittlich 1 ½ Graden(167 km) vom Meere ihren nördlichen Abfall erreichen. Doch überall starke Modifikationen!
Die Küstenzone ist niederschlagsarm wie im W., trotzdem sie in den Tropen und in der unmittelbaren Nähe des Meeres liegt; es mangeln die Sommerregen, die im Innern südlich vom 17.9 N. reichlich fallen. Dagegen treten unregelmäſsige Winterregen stellenweise auf; sie sollen selten ausbleiben, ihre Unregelmäſsigkeit liegt nur darin, dass die Menge der gefallenen Niederschläge von einem Jahre zum andern erheblich schwankt. Durchsehnittlich ist nur das 4. Jahr mit ausgiebigem Regen gesegnet; Regenmonate sollen Januar und Februar und manchmal der März sein(Aden). Steppengewächse, die bei der aus der Seeluft gezogenen Feuchtigkeit gedeihen können, finden sich hier im S. reichlicher als im W., da die oceanischen Winde mehr Feuchtigkeit bringen als das Rote Meer. An den Flussläufen bietet sich eine üppigere Vegetation. Auſserordentlich heftig sind die während 10 Monate wehenden Winde. Das Küstenklima ist also ein„ausnahmsweises“, wie Mühry und v. Maltzan behaupten, während das Innere, d. h. das Berg- und Hochgebirgsland, wesentlich von den normalen Bedingungen tropischer Länder beherrscht wird. Mathematische Grenzen lassen sich hier nicht ziehen; die Höhenverhältnisse spielen hier die Hauptrolle. Der Uebergang aber zwischen regenarmer
*) Vgl. hierfür besonders H. von Maltzan,„Reise nach Südarabien u. s. W.“(1873) S. 211— 213; desselben Ausgabe der Reisen von Wrede's in Hadhramaut, und von Maltzans Aufsatz:„Ueber das Klima des westlichen und südlichen Arabiens“, in Peterm. Mitt., Band XVIII, 1872, S. 330— 332.


