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der Regenfälle in eine Jahreszeit zu verlegen. Im Norden(Dschiddah, Mekka, Tait) liegt es entschieden im Winicer; im S. mag es im Spätsommer eintreten. Jedenfalls befinden wir uns hier im„Uebergangsgebietc.“
Jemen(süSdliches Drittel der Westscite). Auch in Jemen ist zwischen Tihäma und Seràt zu unterscheiden. Erstere, meist flach und sandig, ist fast völlig regenlos. Dass hier aber trockene Luft am Meere herrschen soll(so Fischer a. a. O.), scheint etwas zweifelhaft. Die Luftfeuchtigkeit mufs an diesem wärmsten aller Mecre infolge der Verdunstung von der Oberfläche eine bedeutende sein, während die Tihama der südarabischen Seite allerdings die trockenste Luft aufzeigt(vgl. Woeikof, Klimate der Erde I, 115), und auch im W. Arabiens mit der Entfernung vom Mecre die Trockenheit der Luft bald zunehmen muss. An der Küste fällt stets reichlicher Nachttau. Glaser(Pet. Mitt. 1886, S. 33 fg.) sagt:„Jeden Morgen steigt von der Tihäma, welche bis dahin wie in ein Wolkenmeer gehüllt war, ein wohlthuender, äusserst feuchter Nebel auf.“ Unter der Tihama versteht er(a. a. O. S. 6.) die von der Mecresküste Jemens landeinwärts bis zur Höhe von 600 m ansteigende Ebene, die keineswegs überall denselben Charakter zeige. Das eigentliche Gebirge Jemens beginne erst mit der Höhe von 800 m und steige bis zu einer Kammhöhe von 2600 m. Die dazwischen- liegenden Partien, selbst die scheinbar tiefliegenden Khubüt(pl. von Khabt) liegen nicht unter dem Nivcau von 1500 m.
Die(oder das) Tihàma ist nicht preit, höchstens 2 Tagereisen, ohne dauernde Fluſs- läufe, mit halb afrikanischer Vegegation(s. Botta bei Ritter I, 878, 895, 897), durch seinen Sand glühend heiss; Scewinde bringen hier fast nie Kühlung, und auch die kühleren Nord- winde, welche in Hedschaz die Hitze noch lindern, fehlen hier oder treten ganz unregel- mäſsig auf; im Sommer machen die häufigen Windstillen die Hitze noch unerträglicher.
Niebuhr beschrieb zuerst die Niederschlagsverhältnisse der Küstenebene und der Gebirgslandschaften. In dem Tihàma bleibt nach ihm der Regen oft Jahre lang aus, der Ilimmel ist wolkenlos, wenn es in den benachbarten Bergen fast täglich regnet. Man redet hier zwar von einem Frühlingsregen, doch soll er nicht lange andauern. Auch ist Wasser in viel tieferen Brunnenschachten anzutreffen als in Hedschàâz, vielleicht weil hier der Boden durchlässiger ist.
Wir betrachten, wie bisher, erst das Küstengebiet von N. nach S. zu. Von der Landschaft Abu Arisch, 17 ⁰° 40:— 15° 50 N., einer Art Kessellandschaft, gibt Tawisier I, 374 ff. folgendes Bild. Im allgemeinen ist sie eben und sandig und nach den mittleren! hin wenig fruchtbar; nur die von den Bergen umschlossene Seite ist vegetationsreicher. Während des Winters ist sie meist trocken; in der heiſsen Zeit aber wird die Luft durch periodische Regen erfrischt. Der Südwind bringt dann 20— 30 Minuten andauernden Regen am Nachmittagc. Diese Regen sind aber keine beständigen, denn hier finden wir pereits Regengebete!(Tamis. I, 383). Bei Hodcida, dem bekannten Choleraherd, ca. 14 ¾° N., fand Glaser Ende April 1885 in dem Tihaàma cine ausserordentlich hohe Feuchtigkeit der Luft, welche das Schlafen auf blofser Erde nicht gestattete(Pet. Mitt. 1886, S. 2); östlich von Bajil(15° N.), das etwa 180 m höher als Hodeida liegt, trat bei dem Dorfe Bohah(365 m) 25. April 1885 Regen ein. Aber dic Dörfer dieses Gebietes haben noch keine Steinhäuser. In Mochaà bringen die von dem südlichen Mecre her wehenden Winde dichte Nebel(Ritter 83 779); das Klima ist bei vorherrschendem SE. heiſs-feucht.
Die Gebirge Jemens mit Gipfeln bis über 3000 m Höhe sind im allgemeinen nieder- schlagsreicher als die von Asir, und zwar sind die Westabhänge weit bevorzugter als die
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