Aufsatz 
Das Klima Arabiens / von Oskar Bethge
Entstehung
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östlich fanden in und bei Thanie(Thenie) Regenfälle statt(17. Juli Himmel vollständig bedeckt, abends leichter Staubregen; 20. Juli Regentropfen). Im Wadi Bische, welcher Abfluſs nach NE. hat, nahm die Trockenheit wieder zu; man stieg hier in die Sandebenen herab, in welchen Nadelholz und Cypressen an Stelle der Palmenhaine traten. Ueber Héfa (Heifa, Haifa, 19 ½° N.) macht Tamisier II, 205 die Bemerkung: L'air de ce pays est un plus humide que celui de Bische; peut-être cette circonstance n'est qu'accidentelle, et occasionnée par le vent du nord-ouest, qui, soufflant du côté de la mer Rouge, s'imprègne de molécules aqueuses. Man fand hier auch am 8. Aug. Morgens die Sonne durch leichten Nebel verhüllt. Héêfa mag also noch an den vom Meere aufsteigenden Dünsten Anteil haben, wenn diese nicht vielleicht lokalen Ursprunges sind.

Reich bewässerte Distrikte sind Wàdi Hamama und Waàdi Scharàn,die Perle von Asir, mit dichten Dattelwäldern, Durrah, Wein, Feigen, Baumwolle, u. s. w. Auch hier fanden Sommerregen statt, begleitet von Gewittern(Mitte August). Die reichbewässerten Anpflanzungen mögen hier durch Verdunstung bei der Bildung von Niederschlägen von Ein- fluſs sein. Dass die Feuchtigkeit hier eine bedeutende sein mufs, zeigt das Auftreten epidemischer Fieber in Dschanfͤr, welche sich alle Jahre zu derselben Zeit einstellen (Tamisier II, 261). Doch sind in diesem Gebiete auch, wie im Jemen, längere Dürreperioden nicht ausgeschlossen. Im Waàdi Ma'aden herrschte 1834 groſser Regenmangel seit 4 Jahren; die Bewohner sollen z. T. ausgewandert sein. Dann haben aber gewaltige Ueberschwemmungen fast alle Palmenbäume des Thales vernichtet(s. Zehme, Arabien und die Araber seit 100 Jahren, 1875, S. 48)..

Enudlich bleibt noch das Gebiet zwischen Menâèdir und Chamis-Mischeit übrig, ca. 18 18 ¼° N., das durch hohe Gebirge vom W., dem Meere, abgeschlossen ist, aber doch noch eine bedeutende Seehöhe hat. Nach Tamisiers Tagebuch betrug die mittlere Temperatur der Tage vom 21. bis 29. August 1834(voyage II, 330), bei regnerischem Wetter, für Chàmis-Mischeit im Hospitallager: Morgens 16.6°(Max. 18.7⁰°, Min. 15.0); Mittags 28.6° (Max. 31.3°, Min. 27.5°²), Abends 25.3°(Max. 28.8°, Min. 23.8°), das Tagesmittel 23.9°. Der 21. August war noch heiter, der 22. brachte Wolken, der 23. 27. täglich Regen, am 28. aber fielen hier die Gewitter ein unter furchtbarem Donner und schrecklichen Blitzen; der Regenguss am 28. dauerte 3 Stunden und machte den am Morgen noch vollständig trockenen Sél am Abend unpassirbar. Am 29. August folgte ein zweites starkes Gewitter, der Sél wurde 80 100 breit und einen Fuss tief. Ende August, anfangs September herrschten hier sehr gesundsheitsgefährliche Nebel am Morgen und Abend(Tamis. II, 329 331); die Nächte sind dann meist kühl; in Menãdir war die mittlere Morgentemperatur im September 15.0 C.; das Minimum betrug 12.5°, das Maximum bei Sonnenaufgang 17.5°%C.

Dieses mittlere Drittel der Westscite Arabiens weist also für die gebirgigen Gegenden bereits tropische Regen auf, die sich mit den subtropischen Winterregen berühren. Das Wüstenland hat keinen oder nur ganz verschwindenden Anteil an ihnen. Wir treffen die ersten Anzeichen am Nordende dieses Gebietes, in der Breite von Mekka und Taif; nach S. zu werden sie immer deutlicher, wenn auch ihre Dauer im ganzen eine beschränkte sein mag. Fischer(die Dattelpalme, S. 62) bringt noch eine Bestätigung für den feuchten Charakter der asirinischen Gebirge: das Kamel, welches die Feuchtigkeit so scheut, kommt in Asir entweder gar nicht vor, oder es starben die von den Aegyptern 1834 aus den trockeneren Ebenen mitgeführten Kamele zu Dutzenden weg. Da in diesem Gebiete(18 24° N.) auch Winter- und Frühlingsregen fallen, so ist es bei dem Mangel an Messungen schwer, das Maximum