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schwemmung arg beschädigt sein; s. Burekhardt 205 fg., der die Jahre schwerer Ueber-— schwemmungen aufzeichnet, und Palgrave, Reisen in Arabien, deutsche Ausg. I, 166). Diese im December oft wolkenbruchartigen Regen sind die ergiebigsten; sonst fehlt ein regel- mäfsiger Regen; aber selbst im Sommer sollen die Regenfälle nicht selten sein und ist der Himmel wie in Dschiddah häufig stark bewölkt. Die Mekkaner sagen: die Wolken, welche von der Seeseite kommen, sind die— jenigen, welche den Boden reichlich bewässern; die von E., von den hohen Bergen heranzichenden, erzeugen blosse Schauer. Damit ist gesagt, dass hier westliche, wahrscheinlich südwestliche Winde die Hauptregenbringer sind; mit Feuchtigkeit gesättigt, steigen sie an dem Gebirge empor, erleiden cinen Wärmeverlust und verdichten ihren Wasserdampf. In der heifſsen, niedrigeren Küstenebene, bei Dschiddah, war ein solcher Process nicht möglich. Ferner darf man wohl vermuten, dass man sich hier an der Grenze der subtropischen Winter- und der tropischen Sommerregen befindet; zwar über- wiegen erstere, doch sind letztere, wenn auch nicht ausgebildet, doch nicht selten. Die Luft in Mekka soll, entsprechend diesen Verhältnissen, schr feucht sein, wenn auch nicht in dem Grade wie in Dschiddah.
Rasch ertolgt übrigens der Uebergang von Feuchtigkeit zu aufserordentlicher Trockenheit im Januar, doch sind die Nächte durch reichlichen Taufall ausgezeichnet. Es wurde Burckhardt erzählt, dass hier 4 aufeinander folgende reichliche. Regenjahre selten erlebt werden. Die winterliche Regenzeit ist auch hier wie in Dschiddah stark verkürzt; sie scheint sich fast nur auf den December zu beschränken, während wir etwas nördlich im December und im Januar Regenfall feststellen konnten(s. o. S. 6).
Das südlich an Hedschaàz angrenzende Gebiet ist Asir, welches sich an der Küste bis ungefähr 17 ½° N. erstreckt, im SE. aber nicht so weit nach S. reicht, während der Norden(im Innern) sich noch ungefähr ⁰½%nördlicher als Mekka hinzieht. Hier sprieht sich der Gegensatz zwischen Tihäma und Hochgebirge weit schärfer aus als in Hedschaz. Die Küstenebene von Asir hat im ganzen Jahre nur wenige wirkliche Regentage, meist im Februar-April, wo sich vereinzelte Regenschauer einstellen. Als Ehrenberg und Hemprich in der ersten Hälfte des Februar 1825 von Kunfuda(Gomfude, 19°8⸗ N.) aufbrachen, hatten sie in den niedrigen Vorbergen des Hochlandes einzelne Gewitterregen. Dagegen ist die- Küstenebene infolge der starken Verdunstung des Meeres überreich an Feuchtigkeit der Luft, welche bei starker Hitze Fieber erzeugt; die Cholera trat hier 1835 im Februar auf.(Combes- Tamisier, Voyage en Abyssinie etc., 1838, vol. I, 35:„L'atmosphère de Ghonfouda, surtout en hiver, est lourde, impure, et enfante un grand nombre de maladies, comme fièvres, dysenteries“).
Anders das Hochgebirge, welches stellenweise alpinen Charakter trägt, mit Höhen von 2500 m, auf welchen es im Winter zur Eisbildung kommt. Hier ist, was genauer in Jemen verfolgt werden kann, der Westabhang des Gebirges(Seràt), steiler als der östliche, an Niederschlägen rceicher als dicser, da sich an ihm die vom Meere aufsteigenden Dünste als Regen ergieſsen. Diese Nebel gehen auch hier wohl nicht über den Kamm des Gebirges nach E. hinüber. Es ist in den einzelnen Fällen, bei dem Mangel an Nachrichten, schwer, die Lage eines Punktes im Gebirge genau zu bestimmen, daher eine Schilderung der Regen- verhältnisse dieses Gebietes manche Frage offen läſst. Ueber den äussersten Norden, besonders über Et-Taif, sind wir besser unterrichtet. Hier liegt ssö. von Mekka der bedeutende Dschebel el-Korà, östl. von Mekka der Dschebel Ghaswn, welcher Eisbildung im Winter aufweist
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