fähr nördlich von 22⁰° N. unter 250 mm haben, doch wäre der W. etwas trockener als der E., wo die Zone mit weniger als 200 mm nicht so weit nach S. reicht. Die südarabischen Hochgebirge werden zu 600 und mehr mm veranschlagt; die Küste aber ist wie auch im W. und E. regenarm. Auf der Westseité beginnt das Gebiet mit 250- 500 mm jährlichen Niederschlags mit ca. 20°N., im E. schon mit dem Wendekreise; diese Zone ist un- Zefähr 3 ⁰°breit(W. bis 17— 18⁰ N., E. bis 20 ½° N.). Von ihr südlich liegt eine Zone von im W. ungefähr 3⁰„ im E aber 4—60 Breite mit 500— 1000 mm, während die SW.-Ecke Arabiens mit ihren tropischen Regen auf über 1000 mm geschätzt wird.
Die obere Grenze der Regenmenge der Wüstengebiete ist etwa 200— 250 mm; im Innern abseits der Gebirge wird die jährliche Regenhöhe wohl nur 100 mm und oft vielleicht nicht einmal so viel erreichen.
Da das Meer im Herbste wärmer ist als das Land, im Frühjahr sich das Verhältnis umkehrt, so werden die Küsten-Landschaften der subtropischen Zone im Herbste mehr Regen haben als im Frühling; der herbstliche Pypus setzt sich dann in den Winter fort, der Frühlings- typus ist ausgeprägter im Sommer. Anders verhält es sich jedoch mit den kontinentalen Gebieten dieser Zone; hier steigert sich der winterliche Gegensatz noch mehr im Frühling, der des Sommers im Herbste, so dass also hier das Maximum der Niederschläge im Frühling liegt.[Auf der arabischen Ostseite und zwar in deren südlichen Hälfte zeigt übrigens Supans Kärtchen 1 auf Tafel 21 in Pet. Mitt. 1890 im Winter weniger als 50% der jährlichen Niederschlagsmenge, während Nordarabien im Winter 50% und darüber der Jahresmenge hat.]
Wir gehen nun über zur Betrachtung der Niederschlagsverhältnisse im einzelnen und beginnen mit den Küstenlandschaften, von W. über S. nach E.
A. Die Westküste.(ca. 2600 km.)
Es ist hier zu unterscheiden zwischen dem niedrigen Küstengebiete und den Gebirgs- landschaften. In der Gegend des 24.o N., ungefähr in der Breite von Janbo-Medina, ist das Ende eines Abschnittes: von hier nach N. zu ist Steilküste bis Akaba hin(29 ½2° N.), das westarabische Gebirge tritt hart an den Strand heran. Unter 24° N. aber wendet sich das Gebirge erst nach E., dann nach S. und verbreitert sich sücdwärts immermehr. Es lässt auf weite Strecken einer Küstenebene Platz, der Tehaäma(Tihama) und steigt im S. zu einem gewaltigen Hochgebirge mit Gipfeln von über 3000 m Höhe an(Sarawàt oder Dschebel es-Sarawat).
1. Das nördliche Drittel.
Die Küstenebene ist sehr schmal; das Gebirge fällt steil nach dem Mecre ab, senkt sich langsam nach E. Es hat eine ziemlich bedeutende Höhe(Teibut Issum und Dschebel Ujun östlich vom Meerbusen von Akaba 1800— 1900 m, das Granitgebirge Scharr nach Burton zwischen 1800— 2100 m, Dschebel Radwà 24 ½° N. über 1800 m). Das Gebiet hat die subtropischen Winterregen, die allerdings nie ausbleiben, aber doch oft Jahre lang in ungenügender Weisc fallen, daher die Bodenkultur der künstlichen Bewässerung nicht entraten kann. Die schmale Küstenebene ist nicht so reich an Niederschlägen als das Gebirge, wo sie oft in intensivster Weise erfolgen. Im ganzen ist diese Strecke begünstigter als die gegenüberliegende afrikanische Seite; auch sollen im nördlichen Hedschàz die Regen nicht so lange ausbleiben


