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findet ſich im Franzöſ. gleichfalls, wenn auch auf die Verbindung mit etre beſchränkt. Uebrigens knüpft auch das Deutſche den qualitat. Genitiv unmittelbar an das Hülfswort„ſein“, z. B. in„ſei gutes Muts“; „ich bin anderer Meinung“;„ſelig ſind, die reines Herzens ſind“;„ich bin der guten Zuverſicht“ u. a.— Als Belege für den lat. und franz. Qualitätsgenitiv mögen folgende Sätze dienen: Vir excellentis ingenii = un homme d'un grand génie. Exsilium decem aunorum= un exil de dix ans. Fortis et constantis est non perturbari in rebus astris; vergl. il est de mon devoir d'agir ainsi; c'est d'un charactère généreux.— KaνμερνωσsQm᷑ĩͥᴵἑι᷑ῦ.õ e ou αν—νπεοι. 10 ce?⁸ος Gαενινννν υνι⁴(gen. poss.): 24ενττ⁶ν 1¹»—»ös, zi d'ανινες ο αυνςα. 20νον d⅜ν⁶ ς soτi εαά⁷ mM²de(nicht zu lügen iſt dem redlichen Manne Pflicht).— Der von Plötz aufgeführte gen. apposit. iſt doch im Grunde nichts anderes als ein weiter ausgeführter gen. subject. zur Angabe von Namen, Rang, Titel, und zur Bezeichnung geograph. und lokaler Verhältniſſe. Uebrigens ſagt auch der Lateiner ſo gut urbs Romae, rex Spartae wie der Franzoſe la ville de Rome, de Paris, le roi de Prusse etc. Beſonderes Intereſſe gewährt nur die Anwendung dieſes Genitivs in ſcherzhaften Ausdrücken wie un diable d'homme, un drôle de garçon, un honnète homme de père, une bonne femme de mere etc., die im Deutſchen ihr vollkommenes Ana⸗ logon finden; denn auch wir ſagen z. B.„dieſer Hund von(einem) Betrüger“,„dieſer Schlingel von (einem) Bedienten“.
3. Genit. mensurae et valoris, d. i. des Maßes, des Wertes und der Schätzung, teils attributiviſch, teils prädikativiſch gebr. ſowohl nach Subſtantiven wie Adjektiven und Verben, congruiert gleichfalls im Ganzen mit dem Lat.; nur mit der Beſchränkung, daß letzteres bei den Adjekt. des Maßes ſtatt des Genitivs den Akkuſativ anwendet wie im Deutſchen. Un chemin de deux lieues; un gargon de dix ans; une fossé de cent pieds de longueur; vergl. puer decem annorum; fossa quindecim pedum. — Die ihn erfordernden Verben traiter, qualifier, être, servir entſprechen den lat. aestimare, ducere, habere, facere, pendere, putare, esse, wobei der die Schätzung betreffende Genitiv ſich auf die Ausdrücke magni, pluris, plurimi, maximi, tanti, permagni, parvi, minoris, minimi, quanti, nihili(oder pro nihilo) erſtreckt, während Preis und Wertangabe, wenn durch Subſtantiva ausgedrückt, im Ablativ ſtehen. Wir haben hier alſo wieder völlig analoge Verhältniſſe. Divitiae a me minimi putantur= les richesses, je ne les estime de rien. Cela ne vous servira de rien; vergl. voluptatem virtus minime facit. II s'est mécompté de dix écus; vergl. vendo meum frumentum non pluris quam ceteri; fortasse etiam minoris, quam major est copia.— Die dieſem Genitiv dienenden Adjektiva digne, indigne entſprechen dem lat. dignus, indignus c. abl.— Der gleiche Kaſus findet ſich wiederum im Griechiſchen nach den Verben kaufen, verkaufen, ſchätzen, wert halten, ſowie nach den Adjekt. wert, würdig, unwert(dεls, dνενοs) z. B. XON- 1aclrον εμενανινν ⁴eεσςα(um vieles Geld kaufen); Sntlag dεαοε; d.ϑαασωκ⁴ανν ꝙτυιιινν o⁴[ιννπνᷣαει u. ſ. w.
4. Der Genitivus partitivus oder quantitatis äußert ſich im Franzöſ. nach zwei Richtungen hin: als partitiver und als Quantitätsgenitiv:„erſterer drückt ein beſtimmtes Ganze aus, von dem ein Teil genommen iſt und hat ſtets den Artikel, wo ſolcher überhaupt ſtehen kann; letzterer dagegen ſteht z. Bez. eines unbeſtimmten Ganzen oder einer unbeſt. Zahl von Gegenſtänden oder Perſonen, von denen ein beſt. oder unbeſt. Teil gedacht wird. Bei dem Quantitätsgenitiv überragt der Begriff des regierenden Wortes ſo ſehr, daß die mit bloßem de herantretenden Subſtantive zu reinen Unterſcheidungsmerkmalen herabſinken; beim partitiven Genitiv bleibt dagegen das Ganze der Hauptbegriff“(Steinbart). Charakteriſtiſch für beide Arten dieſes Genitivs und völlig kongruent mit dem Latein. iſt ferner, daß
a) der partit. Genitiv nach Subſtantivbegriffen, ſubſtant. Adjektiven, Superlativen, Kardinal⸗ und Ordnungszahlen, interrogat., demonſtr. und indefin. Pronomen und Zahlwörtern, ferner nach Subſtant., die einen Teilbegriff bezeichnen, ſowie nach bien und la plupart in Anwendung kommt ganz in Ueberein⸗ ſtimmung mit dem lat. Gebrauch, dem zufolge derſelbe von Subſtant.,, Adjekt., Numeralien, Pronomen, Komparativen und Superlativen regiert wird: La plus grande partie de la population. La plupart des troupes se débandeèrent; vergl. beneficiorum maxima sunt quae a parentibus accepimus, dum aut


