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dem Besten des Staates zusammenhängt, so auch über unsere Anstalt und deren Angehörige sich in reichlichen Erweisen erstreckt hat, mit dem ehrerbietigsten Danke gegen die städti- schen und königlichen Behörden, welche das Gedeihen des Gymnasiums nach allen Richtungen hin zu fördern nicht bloss aus Pflichtgefühl, sondern auch zu eigner Freude und Genug- thuung sich immer haben angelegen sein lassen, mit herzlichem Danke gegen das Lehrercollegium, das mir von Anbeginn mit freundschaftlichem Vertrauen entgegen gekommen ist und durch thatkräftigen Beistand die Lösung meiner Aufgabe ermöglicht und erleichtert hat, mit aufrich- tigem Danke endlich für das Wohlwollen und Vertrauen, mit dem Eltern und Angehörige im Laufe der Zeit mir mehr als 2000 Schüler zur Aufnahme in das Gymnasium zugeführt haben.
Möge der Allmächtige dieses Haus, über das er Jahrhunderte lang seine schützende Hand gehalten hat, auch fernerhin in Seinen Schutz nehmen, wenn es an Stelle des Gymna- siums eine andere Lehranstalt in sich aufgenommen hat, welche für die Stadtgemeinde von grosser Bedeutung ist. Möge der allmächtige Gott mit Seinem Segen, an dem Alles gelegen ist, unsere geliebte Anstalt und Lehrer und Schüler hinüberführen aus der alten Heimath in die neue Heimath zu immer vollkommnerer Erfüllung ihrer Bestimmung, nach Seinem Wohl- gefallen und zu Seiner Ehre! Amen! Amen!«
Nachdem der Director das Katheder verlassen, beschloss eine Motette von Rink:»Preis und Anbetung unserm Gott« die erhebende Feier, welche auf alle Anwesenden einen sichtbar tiefen Eindruck gemacht hatte. So manches Wort des Dankes, so mancher Händedruck sagte dem hochverehrten Manne, dass die Erinnerung an ihn und an sein Wirken unvergängliche und feste Wurzeln in den Herzen alle derer geschlagen, welche das Glück gehabt, ihm näher zu treten. Eine freudige Bewegung ergriff die ihm Umdrängenden, als sich plötzlich das Gerücht verbreitete, dass Sr. Majestät der Kaiser und König allergnädigst geruht habe, dem Scheidenden bei der nachgesuchten Entlassung aus dem activen Staatsdienste den Charakter als Geheimer Regierungsrath beizulegen. Aus aller Augen leuchtete die Freude und Befriedi- gung darüber, dass diese Auszeichnung einem Manne gewährt sei, dessen volle Hingebung in seinem Berufe so hervorragende Verdienste um die sittliche und geistige Bildung dér Jugend und des Schulwesens unserer Provinz sich erworben hat.
Doch der schwersten Stunde ging der hochverehrte Mann entgegen, als er am folgen- den Tage, Sonnabend den 1. April, mit eigener Hand die letzten Wurzeln lösen musste, durch welche er mit der Anstalt so tief und so lange Jahre hindurch verwachsen war, als es nun galt, von den Schülern und Lehrern der Anstalt Abschied zu nehmen. In jedem der Worte, welche er nach vollendeter Censur und Versetzung an Schüler und Lehrer richtete, ist der Pulsschlag der Liebe deutlich zu spüren. Diese letzten Worte lauten also:
»So habe ich denn mit der Censur und Versetzung der Schüler die letzte Handlung des Schuljahres zum letztenmal vollendet, mit gemischten Gefühlen, wie jedesmal: in herzlicher Mitfreude mit allen, die vom Beginne des Schuljahres an das ihnen vorgesteckte Ziel fest ins Auge gefasst, alle Zeit fest im Auge behalten, mit Beharrlichkeit ihm nach gestrebt haben und nun zu ihrer Lehrer, zu ihrer Angehörigen und zu ihrer eigenen Freude gerüstet sind, immer weiter zu streben von Ziel zu Ziel bis zum letzten Ziele, das unserer Seelen Seligkeit ist; in schmerzlichem Mitleid aber mit denjenigen, welche unbekümmert um die höheren Aufgaben


