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Hohenstein, Elbing und Marienwerder veranlasste ihn zu lokalen Forschungen: Geschichte des Amtes und der Stadt Hohenstein, Hohenstein 1859, 1860, Aberglauben aus Masuren mit einem Anhange enthaltend Masurische Sagen und Märchen, Danzig 1867, Geschichte Masurens, ein Beitrag zur Preussischen Landes- und Culturgeschichte, Danzig 1870, Geschichte der Stadt Marienwerder und ihrer Kunstbauten, Marienwerder 1875, Elbinger Antiquitäten, Marienwerder 1870— 1872, Die Elbinger Geschichtschreiber des 16. Jahrhunderts: Christoph Falk, Peter Himmelreich, Michael Friedwald, Leipzig 1881. Endlich sei noch erwähnt die historisch- comparative Geographie von Preussen, nebst Atlas, Gotha, 1858, an welche sich eine Reihe geo- graphischer, antiquarischer und statistischer Aufsätze namentlich in der Altpreussischen Monats- schrift anschlossen. Der Alterthumsgesellschaft Prussia in Königsberg gehörte der Unterzeich- nete seit ihrer Stiftung im Jahre 1845, der deutschen Gesellschaft in Königsberg als ordent- liches Mitglied seit dem 7. Januar 1847 an; von der Gesellschaft für Geschichte und Alter- thumskunde der Ostseeprovinzen Russlands zu Riga ist er durch Diplom vom 6. December 1874, von dem westpreussischen Geschichtsverein zu Danzig durch Zuschrift vom 25. Mai 1880 zum Ehrenmitgliede ernannt.
Franz Borgius ist am 19. August 1852 zu Danzig geboren. Nachdem er auf dem städtischen Gymnasium zu Danzig am 26. Februar 1872 das Zeugniss der Reife erworben hatte, studirte er auf den Universitäten zu Leipzig, Berlin und Halle Philologie. Er promo- virte zu Halle am 4. December 1875 und erwarb sich durch seine Prüfung vor der wissen- schaftlichen Prüfungs-Commission ebendaselbst am 28. Juli 1877 das Zeugniss der facultas docendi für die alten sowie für die deutsche Sprache. Nachdem er an dem städtischen Gym- nasium zu Danzig schon von Ostern 1876— 1877 als Lehrer fungirt hatte, legte er sein Probe- jahr an dem königlichen Gymnasium daselbst von Ostern 1877— 1878 und zwar seit Michaelis 1877 zugleich als Hülfslehrer ab. In dieser Stellung blieb er noch bis Michaelis 1878; sodann wurde er als ordentlicher Lehrer an das Gymnasium zu Bromberg, Ostern 1880 in gleicher Eigenschaft an das Gymnasium zu Thorn, Ostern 1882 an das Gymnasium zu Elbing versetzt. Seine Promotionsdissertation handelt De temporibus, quibus Virgili Georgica scripta et per- fecta sunt.
Karl Schmidt ist am 9. October 1854 zu Lassan im Kreise Greifswald geboren, be- suchte das Gymnasium zu Greifswald, wo er das Maturitätszeugniss am 16. August 1874 er- warb, und studirte dann auf den Universitäten zu Greifswald und zu Leipzig. Er promovirte zu Greifswald am 24. November 1879 und bestand die Prüfung pro facultate docendi ebenda am 6. April 1880. Sein Probejahr legte er an dem Gymnasium zu Greifswald von Ostern 1880— 1881 zugleich als Hülfslehrer ab; dann war er Hülfslehrer an dem Progymnasium zu Stargard von 1881— 1882, seitdem ordentlicher Lehrer in Elbing. Seine Promotionsdisser- tation handelt De apophthegmatum, quae sub Plutarchi nomine feruntur, collectionibus.
Die Personalveränderungen beschränkten sich nicht auf die wissenschaftlichen Lehrer des Gymnasiums. Der Gesang- und Schreiblehrer Odenwald, Cantor an der Marienkirche, be- kannt als Dirigent des hiesigen Kirchenchors und vor kurzem ausgezeichnet durch Ertheilung des Kronenordens vierter Klasse, verliess uns zu Michaelis 1882, um einem Rufe als Gesang- lehrer nach Hamburg zu folgen. Der Unterzeichnete sprach demselben bei seiner Entlassung am


