5. Waſſerrübe, Stoppelrübe, Brassica Rapa rapifera., a. Kurze glattrunde Waſſerrübe(weiße Mairübe, runde weiße rotköpfige). b. Lange kegelförmige Waſſerrübe (die gewöhnliche Stoppel⸗ oder Herbſtrübe, Babenhäuſer Herbſtrübe, lang, weiß und grünköpfig).
6. Gelbe Rübe oder Möhre, Karote, Daucus Carota, a. Lange Möhre(rcote Altringhammöhre, weiße grünköpfige Rieſenmöhre). b. Mittellange Möhre(blaßgelbe dicke grün⸗ köpfige Saalfelder). c. Kurze rundlich abgeſtumpfte Möhre(holländiſche rote Karote).
7. Paſtinake, Pastinaca sativa(lange weiße groß Paſtinake).
8. Cichorie, Cichorium Intybus(Braunſchweiger dicke Cichorie).
9. Topinambur, Helianthus tuberosus. Weiße und rothe Topinambur.
IV. Futterpflanzen. 1. Kopfklec, Trifolium(Rotklee, Weißklee, Inkarnatklee, ſchwe⸗ diſcher Klee oder Baſtardklee oder Alſike, Bullenklee oder Mattenklee). 2. Schneckenklee, Medicago (die gemeine Luzerne, M. sativa; die Sandluzerne, M. media; der ſichelförmige Schneckenklee oder die ſchwediſche Luzerne, M. falcata; gelbe Hopfenluzerne oder gelber Hopfenklee, M. lupulina). 3. Hornklee, Lotus(wolliger Hornklee, Lot. villosus). 4. Bockshornklee, Trigonella(grie⸗ chiſches Heu oder gemeiner Bockshornklee, Trigonella Foenum graecum). 5. Steinklee, Meli- lotus(weißer Steinklee oder Bocharaklee, Mel. albus). 6. Wundklee, Anthyllis vulneraria. 7. Eſparſette, Onobrychis(gemeine Eſparſette,( Dnobrychis sativa; engliſche zweiſchürige Eſparſette, O. bifera). 8. Krallenklee oder Vogelfußklee, Ornithopus(Serradella, Ornithop. sativus). 9. Zackenſchote, Bunias(orientaliſche Zackenſchote, Bunias orientalis). 10. Mohrenhirſe, Sorghum(gemeine Mohrenhirſe Sorghum vulgare, rote und ſchwarze Varietät, der Sorgo rosso und Sorgo nero der Italiener). 11. Mohar, Setaria germanica. 12. Spergel, Spergula(kleiner Spergel, Sp. arvensis und großer Spergel, Sp. maxima). 13. Wolfsbohne oder Lupine, Lupinus(gelbe, L. luteus, blaue oder ſchmalblätterige, L. angustifolius und weiße Lupine, L. albus). 14. Wieſengräſer, 20 Beete. 15. Grünmmais(amerikaniſcher Pferdezahnmais und gelber badiſcher Mais). 16. Kohl, Brassica(Palmkohl, Kopfkohl). 17. Comfrey(Symphytum asperrimum)...
V. Oelpflanzen. 1. Raps, Brassica Napus oleifera. 2. Rübſen, Brassica Rapa oleifera. 3. Leindotter oder Butterſame, Camelina sativa. 4. Mohn, Papaver som- niferum(weißer Mohn mit geſchloſſenen Kapſeln und fleiſchroten Vlumenblättern, blauer Mohn mit offenen Kapſeln). 5. Olmadie, Madia sativa. 6. Lallemantia iberica, neue Olpflanze. 7. Sonnenblu me, Uelianthus annuus. 8. Weißer Senf, Sinapis alba.
VI. Geſpinſtuflanzen. 1. Lein, Linum usitatissimum(gemeiner Lein, Rigaer, See⸗ länder, blaublühender Königslein, weißblühender amerikaniſcher Lein). 2. Hanf, Cannabis sativa (Thüringer, Rieſenhanf aus Piemont, grauer Breisgauer Stockhanf).
VII. Gewürzpflangen. 1. Kümmel, Carum carvi. 2. Fenchel, Foeniculum officinale. 3. Schwarzkümmel, Nigella sativa. 4. Schwarzer Senf, Sinapis nigra oder Brassica nigra. 5. Weißer Senf, Sinapis alba. 6. Wermut, Artemisia Absinthium. 7. Zwiebel, Allium Cepa (holländiſche dunkelrothe, gelbe Zittauer Zwiebel). 8. Löffelkraut, Cochlearia officinalis.
VIII. Techniſche Pflanzen. 1. Weberkarde, Dipsacus fullonum. 2. Krapp, Rubia tinctorum. 3. Schwarze Malve, Althaea rosaea var. nigra.
XI. Garten- und Küchenkräuter waren 42 angepflanzt, meiſt perennierende.
B. Das untere(neue) Verſuchsfeld(Gemüſe⸗ und Obflgarten).
Der flachgründige, im Untergrund ſteinige, daher häufig an Trockenheit leidende Boden des oberen(alten) Verſuchsfeldes(an der Limburger Chauſſee) hat ſich zum Anbau von Gemüſe und zur Baumzucht wenig günſtig erwieſen, es iſt daher dankbar anzuerkennen, daß vom Jahre 1887 ab ein zu genannten Kulturen geeignetes fiskaliſches Grundſtück von 0,275 ha, unmittelbar an der Lahn gelegen, von Königlicher Regierung der Stadtgemeinde für Unterrichtszwecke der Landwirtſchafts⸗ ſchule pachtweiſe überlaſſen wurde. Das Areal wurde im Frühjahr 1887 in Quartiere und Beete geteilt. Zwei bis vier Beete ſollen zu Saat⸗ und Pikierländern für junge Kernobſtbäume, die übrigen zur Veredelung und Erziehung von Hochſtämmen, zum Anbau der verſchiedenen Gemüſegattungen und zu ſpeziell botaniſchen Kulturen benutzt werden. Dir Rabatten längs des Hauptweges werden
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