Aufsatz 
Alexander der Große, der Sohn des Jupiter Ammon / Franz Bluemmer
Entstehung
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und Altar zum Gott installirt worden, und der König Philipp hatte sich im Costüm eines drei- zehnten Olympiers bei den grossen Festlichkeiten von Aegä gezeigt. Um wie viel Grösseres nun hatte Alexander gethan? und Callisthenes, der Schüler und Neffe des grossen Aristoteles, schrieb in seinen Geschichtsbüchern von dem unmittelbar göttlichen Ursprung Alexanders, ohne dass man Anstoss daran genommen hätte; ja die Athener hatten schon früher das heilige Theorienschiff mit Gesandten an den König nach Tyrus geschickt, und wenn späterhin in hellenischen Staaten ihm göttliche Ehre zu gewähren in Vorschlag gebracht wurde, so war es nicht im Interesse der Religion, sondern nur in dem einer politischen Partei, dass dem Antrag theilweise widersprochen wurde. Hatte ja der Schüler des Aristoteles sicherlich von seinem grossen Lehrer auch die Schilderung deszald« zarados vernommen, wie wir sie in dessen Politeia ¹) lesen, wo er unter Andern von diesem sagt: Gensp Jàp d5 y aGonc eiroc Sioat Toy ooroy...... 25 Tdp Slar véboc. Und hatte ja derselbe Lehrer ihm das Streben nach solehem Ruhme viel- leicht zu tief in die Seele eingepflanzt²). Kann es nun nach allen diesen Umständen Wunder nehmen, wenn der jugendliche Held, der, wie wir später sehen werden, in den Mitteln, die Geister zu beherrschen, auch sonst nicht gerade wählerisch war, den so naheliegenden Gedanken hegte sich von Ammon zum Sohne desselben erklären zu lassen, um auch den Griechen zu imponiren? Wie er dieses ausgeführt und wie er zur Einsicht gekommen, dass er sich in seinen Landsleuten verrechnet habe, davon später.

Noch wollen wir hier erwähnen, dass er nicht daran zweifelte, auch von den Arabern als Gott aufgenommen zu werden. Arrian erstattet darüber folgenden Bericht ³): X6†oc zatéxen or, nos, Aaßac 60 1670 TihA⁴? dsodc, roy 00avéy ts val Toy A16yOOOy, Tov y 05æο a?6 s 596,usoy zah äaroa dv d EZovra te ähla zal roy Soy, A* 5o hsriorn 2ab avorärh Gchesta c näyta izet aybeta. Al6vb0, ara d68ay Thſc de od« rparsiac. 02O da, 0dv zat aADe, picoy à voiedvat SOc Apd 926», 05 auxborspa Era AtovOοo mνταοοεε Sdusvoy, skxsp oODy zal Apäßo parhaac, 2r Ptsy a0 tc, 2addαε 1vodc, nOrsöet, 2xAraà raA 6 »ed.

B. Kehren wir wieder zu Arrian zurück. Von§ 3 bis zu Kap. 4,§ 5 gibt er eine um- ständliche Beschreibung des Weges, den Alexander durch die Wüste genommen, um seinem 690« zu genügen, ferner der Beschaffenheit des Bodens, des Klima's, der aus beiden erwach- senden ausserordentlichen Schwierigkeiten, der Lage des Tempels, der Annehmlichkeit der Oase, des daselbst befindlichen merkwürdigen Sonnenquells u. s. w.: lauter Aussagen, welche durch die Autorität der andern, sich mehr oder minder genau über diese Dinge auslassenden Gewährsmän- ner, sowie durch die Berichte neuerer Reisender als wahr und richtig bestätigt werden. Wer sich des Näheren darüber unterrichten will, sehe Callisthenes bei Strabo(VII, p. 813), Plutarchs Xlexander(cap. 26 ff.), Dio dor aus Sicilien(XVII, 49 ff.), Curtius, Justin und Itinerarium Alexandri(a. a. O.), sowie Parthey(a. a. O.) wir selbst haben uns hier mehr mit dem innern Gehalte der Begebenheit, als mit dem äussern Hergange derselben und mit Letzterm nur dann zu beschäftigen, wenn er Beziehungen zu ersterem in sich trägt. So müssen wir vor Allem die unmittelbare göttliche Hilfe, welche bei den Schwierigkeiten des Marsches sogar der nüch- terne Arrian für seinen Helden in Anspruch nimmt(zal ört uy detéy rt u. s. w.§. 6 in

¹) S. Aristot. Polit. 3, 13. 2) S. Geier. S. 141. 142. 3) Arr. VII, 20, 1 ff.