Aufsatz 
Zusammenstellung und Verdeutschung der von Homer den Göttern ertheilten Beiwörter / von Ludwig Krämer
Entstehung
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IIpGεενεε), Proteus, Proteus, ein räthſelhaftes Geſchöpf griechiſcher Phantaſie, nach Welcker's Vermuthung eine Erfindung des Dichters der Odyſſee 66). Proteus wird als ein weißageriſcher Meergreis, der alle Geſtalten annehmen kann 67), geſchildert und Poſeidon's Diener genannt. Als Unterthan des Meerbeherrſchers hütet er die ſtinkenden Seerobben 68). Seine Sieſta pflegt dieſer plumpe Seegott auf der Inſel Pharos in der Nähe des Wunderlandes Aegypten zu halten.

... 749 d05 569) vpuspri«,

addvaro Iporsde Alföntoc, ös rs dadAe⸗

d⁴ο Lvdsa 010s 70), IIo¹sD⁴νσ 5α150, ein untrüglicher(unfehlbarer) Meergreis, der unſterbliche Proteus, ein Aegyptier, welcher die Tiefen des ganzen Meeres kennt, ein Unterthan des Poſeidon,ein unfehlbarer greiſer Meergott, der unſterbliche ägyptosentſtammte Proteus, welcher die Schlünde des geſammten Meeres kennt, ein Untergebener des Poſeidon(Mi.),ein fehllos redender Meergreis, Proteus, göttlicher Macht, der Aegyptier, welcher des Meeres Tiefen geſammt durchſchauet, ein Unterthan des Poſeidon(V.),ein Greis, untrüglich und ewig, Proteus, wohnend im Meer, der Aegyptier, welcher des Meergrunds Tiefen geſammt durchforſcht, dem Poſeidon untergeordnet(Wie.), Od. 4, 384 ff.

12 aoc»nuspeyc, der untrügliche(unfehlbare) Meergreis(Meeresalte),der unfehlbare greiſe Meergott(Mi.),der fehllos redende Meergreis,der untrügliche Meergreis(V.),der untrügliche Greis in der Meerfluth,der untrügliche Meergreis(Wie.), Od. 4, 349. 401. 542. 17, 140.

II5« 1 diob 72) dAn, anL0o TEovroc, des gewaltigen) Proteus, des Meergreiſes(Mee⸗ resalten) Tochter,die Tochter des machthehren Proteus, des greiſen Meergottes(Mi.),des meerdurch⸗ waltenden Greiſes Proteus blühende Tochter(V.),Proteus Tochter, des ſtarken, im Meer hochmächtigen Greiſes(Wie.), Od. 4, 365.

5 7490 Cth S0C 1)= 657,06], er, derſich auf verderbliche Dinge verſtehende Greis, oder der Greis, der Teufelskerl,der Greis, der verderblicher Tücken kundige(Mi.),der zaubernde Greis(V.),der Greis ſo verderblicher Kunſt voll(Wie.), Od. 4, 460.

92i010 71590780«, des göttlichen Greiſes(Alten),des gotthehren Greiſes(Mi.), Od. 4, 395.

Proteus wird ſchlechthin durch 6 759 oder 1450 bezeichnet Od. 4, 450. 455. 410. 422 und mit 1490» angeredet Od. 4, 465. 485.

Ei*006-(d. i. die Wiſſegöttin, die wiſſende Göttin,die dem Menſchen zum Wiſſen verhilft, in geradem Gegenſatz zur Kz24, der Verbergerin*), Eidothea, Jdothea, die Tochter des weißageriſchen Meergreiſes Proteus. Vgl. 0d. 4, 387.

65) Beachtung verdient der etymologiſche Zuſammenhang zwiſchen IlIorsuc und 5 os.Das Waſſer, ſagt Welcker in ſeiner Götterl. S. 649,iſt as Urſprüngliche, daher auch eine der Nereiden IlPο*c heißt, und von Euripides Thetis anſpielend Nypbs Cn genannt wird. Auch Schweneck, Mythologie der Griechen S. 289 f. bringt den Namen IIposbc mit 6 os in Verbindung. ³) Vgl. Welcker, Götterl. S. 648. 6⁷) IHoratius epistolarum lib. I, 1, 90:Quo tencam vultus mutantem Protea nodo?* 5s) Sieh Naegelsbach, Homer. Theol. S. 80, Preller, griech. Mythol. I. Bd. S. 380, und Welcker, Götterl. S. 649.) Vgl. Note 47). ⁷⁸⁰) Auch von Atlas wird Od. 1, 52 ausgeſagt, daß er der Tiefen des ganzen Meeres kundig ſei.*¹¹) Weleker, Götterl. S. 620.*²) Doederl. führt in ſeinem Homer. Gloſſarium 862 15 oe af ee nd renh zurück und erklärt das Wort durchgewaltig geehrt, Si0s. Ich ſtimme dieſer Ableitung bei, deute aber 19 A1os anders, nämlichdurch Kraft in Anſehen ſtehend, gewaltig. Die kühne Ableitung des Eust. und anderer alten Grammatiker von 1ꝓ und d0b; iſt zu verwerfen. ³³) So überſetzt auch Welcker, Götterl. S. 749.) Ueber die Verbindung von 2ldéyat mit dem Accuſativ eines Adj. im Neutr. Pluralis ſieh Ameis Homer's O0d. 9, 189 und Naegelsbach Homer's Nlias II, 213.*) So deuten Naegels- bach, Homer. Theol. S. 83, Preller, griech. Mythol. S. 380, und Schwenck, Mythol. der Griechen S. 290 den Namen E. Dagegen finden andere Gelehrte, namentlich Welcker(Götterl. S. 649), in dem fraglichen Namen eine Beziehung auf die Geſtalten, in welche ſich Proteus, der Vater der E9-, verwandelt.

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