Aufsatz 
Zusammenstellung und Verdeutschung der von Homer den Göttern ertheilten Beiwörter / von Ludwig Krämer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſchwarzlockige Herrſcher des Meers(V.),der ſchwarzumlockte Poſeidon,der dunkelgelockte Poſeidon (Wie.), Jl. 13, 563. 14, 390. Außerdem ſieh oben Tar*oro« u. 20³ε1˙0.

Poſeidon wird ſchlechthin als αo½atrne, der Stahlblauhaarige,der Bläulichgelockte(B.),d Stahlblaulockige(Mi.),der Dunkelgelockte(No., St. u. Wie.),der Finſtergelockte(V.), be de hnet Jl. 20, 144. Od. 9, 536.

IIo*εε⁴ενονι.... KAροοσααοεννυυ, mit dem Poſeidaon, dem Vatersbruder,mit dem Poſeidon, mei⸗ nem(i. e. der Athene) Vatersbruder(Mi.),dem Poſeidon, des Vaters Bruder(V.),wider Poſeidon, wider Kronions Bruder(Wie.), Od. 13, 341.

Der Wolkenverſammler Zeus nennt ſeinen mächtigen Bruder ö raro, zal ä9tro, den älteſten und beſten(Scil. Gott),den preiswürdigſten und mächtigſten Gott(Mi.),den an Würden und Macht vorragenden(V.),den erhabenſten Gott und den älteſten(Wie.),den Ehrwürdigſten und Trefflichſten(Will. S. 128), Od. 13, 142. Weleker ſpricht in ſeiner Götterlehre S. 624 lehrreich über die citirte Stelle der Odyſſee und weiſt nach, daß 9sc5öarov nicht im Sinne von ehrwürdig zu nehmen iſt, ſondern daß das fragliche Wort den älteſten bedeutet. Vgl. auch Naegelsbach, Homer. Theol. S. 99

Zeus rrdet den Poſeidon mit d ιααν an, o Trauter,Trauteſter(Mi., V. u. Wie.), Freund(Will. S. 129), Od. 13, 154.

Aen(= Waſſer, Meer ³s)), Amphitrite, Amphitrite, das Meer, als Element des Weltganzen, von Heſiod, nicht von Homer die Gattin Poſeidons genannt ³⁹). Sie nährt in ihrem Schoß zahlreiche Ungethüme(0λα oder uoia zcrsa) ¹⁰).

ardοτοvοςα Auerpirn, die tiefſtöhnende 44) Amphitrite,die ſtarktoſende Amphitrite(Ameis),die ſtarkbrauſende Amphitrite(Friedreich, Realien in der Jl. u. Od. S. 644),die lautſeufzende Amphitrite (Mi.),die brauſende Amfitrite(V.),die erbrauſende Amphitrite(Wie.), Od. 12, L

EIrd Ahrrpirn, die berühmte(herrliche) Amphitrite,die ruhmreiche Amphitrite(Mi.),die Herrſcherin(2) Amfitrite(V.),die geprieſene Amphitrite(Wie.),die erlauchte Amphitrite(Will. S. 89), 0d. 5, 422.

20G0oc Augerpirn, der ſtahlblauäugigen Amphitrite(ſo auch Mi.),der ſtahlblaublickenden Amphitrite(Ameis),der ſchwarzaugigen Amphitrite(Friedreich),der bläulichen Amfitrite(V. u. Wie.), Od. 12, 60.

AXOοο(von ä¼, Meer, und 60⸗, nach Hesych.= ErTT0o«c, abſtammend, entſtammt, alſo die Meerentſtammte, die Meertochter, nach Andern àxd 1o an 5s2da, der ungebräuch⸗ lichen Stammform von 3589= ſich bewegen, alſo= die im Meer ſich Bewegende, die Meerbewoh⸗ nerin, nach Ameis Od. 4, 404 dieMeererſchütternde), Haloſydne, Halosydne, eine Seegöttin, aus einem Beiwort der Thetis(Jl. 20, 207) erdichtet ¹²), die Beſitzerin der ſchwimmfüßigen Robben. Nae- gelsbach hat in ſeiner Homer. Theol. S. 79 die Vermuthung aufgeſtellt, unter der fraglichen Haloſydne ſei die Amphitrite zu verſtehen ⁴³); Ameis Od. 4, 404 hält das in Rede ſtehende Wort für einen Bei⸗ namen der Amphitrite und ſchreibt dasſelbe mit einem kleinen Anfangsbuchſtaben.

zaxe AXO5dyn«, der ſchönen Haloſydne,der ſchönen Salzfluthgöttin(Mi.),der lieblichen Haloſydne(V.),der herrlichen Haloſydne(Wie.), Od. 4, 404.

5

48) Das Wort Apprrpirh iſt ſtammverwandt mit Tpirey und bedeutet Waſſer.Das Waſſer ſcheint dieſen Namen z zu haben von der zitternden Wellenbewegung von 190. Welcker, Götterl. S. 311 und 650. Preller hat in ſeiner griechiſchen Mythologie S. 126 mit voller Zuverſicht die Behauptung ausgeſprochen, die wahre Bedeu⸗ tung der Namen Aeu und Aportpirn ſei die der rauſchenden Fluth oder Urfluth. ³³⁹) Vgl. Naegelsbach, Homer. Theol. S. 78, und Weleker, Götterl. S. 650. ⁴⁰) Sieh Od. 5, 422 und 12, 97.) Dieſes Cpitheton iſt offenbar ganz eigentlich zu verſtehen;denn zu ſtöhnen ſcheint oft die See. Weleker Götterl. S. 650. ⁴²) Vgl. Welcker Götterl. S. 649. ⁴³) Auch Friedreich Real. S. 644 identificiert die Haloſydne mit der Amphitrite.

3