13 In dankenswerter Weiſe hat die ſtädtiſche Verwaltung nicht nur die Mittel für den Bau, ſondern auch für die Ausſtattung der phyſikaliſchen und chemiſchen Lehrſäle und Sammlungsräume bewilligt; zu beſonderem Danke iſt die Schule für die Einrichtung einer elektriſchen Anlage verpflichtet, die dem Unterricht außerordentlichen Vorteil bringt.
B. Ueberſicht über die Räume des Neubaues.
Der dreiſtöckige Neubau ſtößt mit ſeiner Vorderſeite an das ſüdöſtliche Ende des Schulhofes, der rechtwinklig dazu verlaufende Flügel liegt an der Bismarckſtraße..
Das Kellergeſchoß umfaßt: den Kohlenraum(a), den Heizraum(b) für die Zentralheizung (Niederdruck⸗Dampfheizung), 2 Friſchluftkammern(C und g), aus denen die Ventilationsluft, nachdem ſie über erwärmtes Waſſer geleitet iſt, den einzelnen Räumen zugeführt wird, die Werkſtätte(d) mit Drehbank und Hobelbank, den Maſchinenraum(e) mit Gasmotor, Dynamomaſchine, Akkumulatoren⸗ batterie und Schalttafel, einen Geräteraum(e), einen Abort(t).
Das Erdgeſchoß enthält: 2 Sammlungsräume(b und c) für phyſikaliſche Apparate, ein Zimmer zur Vorbereitung phyſikaliſcher Verſuche(d), das durch eine Wendeltreppe mit der Werk⸗ ſtätte in Verbindung ſteht, den Lehrſaal für Phyſik(e), eine Dunkelkammer für optiſche Zwecke(g), einen Abort(h).
Das 1. Obergeſchoß enthält: ein Zimmer für die mineralogiſche Sammlung(ay), ein Sammlungszimmer für Chemie(be), ein Zimmer für chemiſche Schülerübungen(ce), ein Zimmer zur Vorbereitung chemiſcher Verſuche(d.), den Lehrſaal für Chemie(ex), einen Abdampfraum(ge).
Die Räume des 2. Oberſtockes, die mit denen des erſten übereinſtimmen, ſind Reſervezimmer; ſie werden mit Beginn des nächſten Schuljahres mit 2 Klaſſen belegt werden.
C. Die einzelnen Räume für Phyfik. Das EGroͤgeſchoß(Tafel I.)
Der phyſikaliſche Lehrſaal bietet für 47 Schüler Sitzplätze, auf drei⸗ und vierſitzigen Subſellien. Dieſe ſtehen auf einem Podium mit 7 Stufen, deren jede 13 cm Höhe hat. Auch die erſte Reihe iſt ſchon erhöht. 1,30 m von derſelben und 1,40 m von der Rückwand, die die ver⸗ ſchiebbare Doppeltafel trägt, entfernt befindet ſich der Experimentiertiſch. Außerdem ſind in dieſem Saale noch ein Schrank(1) für Chemikalien und ein Schrank(2) für den Mangſchen Apparat unter⸗ gebracht. Die hinter den Schülerſitzen an der Wand befeſtigten Schränkchen enthalten ein Quadranten⸗ elektrometer(3) und ein Reflexgalvanometer(4), die durch Leitungen mit dem Experimentiertiſch in Verbindung ſtehen. Die zugehörige Skala iſt über der Tafel aufgehängt. Die Projektionslampe (5) erhielt auf einem feſten Untergeſtell mit drehbarem langen Tiſche ſeitliche Aufſtellung und dem⸗ entſprechend der Rollſchirm(6) ſeinen Platz neben der Tafel an der Rückwand. Dieſe ſeitliche Auf⸗ ſtellung hat ſich als recht vorteilhaft erwieſen. Der Spülſtein(7), ſowie die Waſſerluftpumpe mit Waſſerſtrahlgebläſe(8) ſind an der Innenwand befeſtigt. Tie beiden letzteren(8) ſind mit dem Experimentiertiſch verbunden, der auch an die Waſſer⸗ und Gasleitung angeſchloſſen iſt. Ebenſo ſteht er mit der elektriſchen Anlage in Verbindung, wie weiter unten beſprochen werden ſoll. Luft⸗ abzug und Waſſerableitung ſind wie üblich angeordnet.
Die Beleuchtung des Lehrſaals geſchieht für gewöhnlich durch 6 Auerlampen über den Schülern und 4 über dem Experimentiertiſch, die von 2 Stellen des Experimentiertiſches aus auf ein


