4οιε8ed.
Grammatiken noch gar zu ſehr nach dem Leiſten der lateini⸗ ſchen und griechiſchen geformt ſind, und daß daruͤber das ei⸗ genthümliche der hebraͤiſchen Sprache ganz verlohren gehr. In vielen Winkeln Deutſchlands wird immer noch die Danziſche Grammatik, deren Verfaſſer ſich ehemals um die Sprache ſehr verdient machte, aber nicht wollte, daß man ſeine Sammlung von Regeln ſollte auswendig lernen laſſen, oder eine nach Danzens Grundſatzen entworfene Sprachlehre zum Grund ge⸗ legt. Die unvernänftige laͤppiſche und unmethodiſche Erler⸗ nung des Hebraͤiſchen, welche ihm vormals ſo viel Schaden gethan har, bleibt noch an vielen Orten. Aber welche Sprach⸗ lehre ſoll man nehmen? Es ſind mehrere zweckmaͤßige Gram⸗ matiken in unſern Zeiten erſchienen. Die Verdienſte eines Schultens, Schroͤders, Hezels ſind bekannt.— Die vor der ausfuͤhrlichen Sprachlehre des Herrn Hofrath Hezels er⸗ ſchienene Diederichſiſche Grammatik machte ihr Gluͤck, und wurde bisher ſtark auf Schulen und Univerſitaͤten, beſonders wegen ihrer Kuͤrze gebraucht. Das war ſreylich beſſer, als wenn eine aus Danz ausgezogene Grammatik gebraucht wurdez allein ſie entſpricht doch bey weitem nicht allen Wuͤnſchen, in⸗ dem noch ſo viele alte Unrichtigkeiten nachgeſagt ſind, das von Schultens und Schroͤdern geſagte zu wenig benutzt iſt, und dieſe Grammatik gar zu unvollſtaͤndig iſt, daß ſogar manches unentbehrliche ganz fehlt, und dann doch wieder Digreſſionen gemacht werden, die man in einem kleinen Lehrbuch gar nicht erwarten ſollte. Die vortreſliche Schroͤderiſche Grammatik iſt zu weitlaͤufig, und zum Gebrauch fuͤr Anfaͤnger gar nicht zweckmaͤßig. Die ausfuhrliche hebräͤiſche Sprachlehre von Herrn Hofrath Bezel iſt ein ſehr vollſtaͤndiges, viele neue Auftlä⸗ rungen enthaltendes und graͤndlich durchdachtes Buch; aber doch wieder für den Unterricht auf Schulen zu vrſatafe
in⸗


