ling des Laios und Oedipus gewesen sei, dass Oedipus aber dem Vater bei der Entführung zuvor- gekommen sei; dann habe Laios ihn einzuholen gesucht, sei aber bei dem Zusammentreffen getötet worden.(Auf Praxilla bezieht sich Athen. XIII 603 a: Hodxνα dε 17ꝛ⁊ Visovie dn' O101οdos ouσ doοσανννα riν Xoνσνo, und wahrscheinlich auch schol. Eur. Phoen. 66: HIéloG ο ‿ovoimrou doruyεrros zuriodorο οεέντ⁵ν ταασαᷣdωe‚ο GUνιτ αάφαν νυς dē—aue öre Adιο αesεν ιeO Oidiνπο⁴ο örοr αμφ⁶τεοοι ⁵ωĩ:õ—ovoirov.) Die Sage, wie sie sich in unserem Orakel ausspricht, dass Laios den Chrysippos entführt, dass deshalb der alte Pelops, der Vater des Entführten, dem Entführer geflucht habe und dass die Folge dieses Fluches das Unheil gewesen sei, das über die Labdakiden hereinbrach: diese Sage hat ihre Gestalt erst von Euripides erhalten. Um dies Unheil besser, als es in der ge- wöhnlichen Sage geschah, zu motivieren, hat Euripides jenen Zug der peloponnesischen Volkssage benutzt und in der angegebenen Weise verwertet.
Aus dieser Erörterung ergiebt sich nun mit völliger Bestimmtheit, dass unser Orakel sich erst an die Euripideischen Dramen(Xoνœuκσποο Oidirrovg) angeschlossen haben und erst nach diesen ent- standen sein kann. Ob ein metrisches Orakel in anderer Fassung in früherer Zeit vorhanden war, wird sich wohl schwerlich mit Sicherheit feststellen lassen; darauf hinzudeuten scheint allerdings der eine Vers, der uns in den Scholien zu Pind. Ol. II 70 überliefert ist. Dort heisst es: éν ε NxGα Nauũουν elονπσα—mντεειν oũν ναμοσ ονν ε̈ᷣνmστeονος ai†, νναᷣ mα MvædeœBmς&ν 1 τeν Ʒασαυμν ñtLye-
Adνe Aaßdaνi*, drdodν πεοαιαενυνυνμε πντιινν....
Schneidewin sieht hierin den Rest eines älteren Orakels:„schade, sagt er, dass uns nicht voll- ständig eine wahrscheinlich ältere Fassung des Orakels erhalten ist,.. da es vielleicht aus dem Oedi- pus abgeleitet sein könnte.“ Doch liegt auf der Hand, dass der eine Vers nicht genügt, um ein sicheres Urteil über sein Alter zu gewinnen.
Eins aber hat Schneidewin übersehen. Der Sammler der anthologia Palatina, der auch eine ganze Anzahl von Orakeln erhalten und dem Anscheine nach aus guten Quellen geschöpft hat, über- liefert uns auch dieses— aber nur die drei ersten Reihen. Liest man sie nun noch einmal
Aduie Aapdaxidi, rraidcy vyνοο d1εονη alrels
J*⁵σά τι σρειαονõονεονƷ ddο εeνιιιωμ̈έ̈νο qέστ
rra⁴ς soν xeioeοσιι νπντν ν †os dè„do evevo. so sieht man, dass mit der Aenderung des einen Buchstabens(Erevoçx statt évevge) und dem Fehlen der beiden letzten Verse jeglicher Anstoss weggefallen ist: dies Orakel würde vollständig der älteren Gestalt der Sage entsprechen, und ich vermag keinen Grund zu finden, weshalb wir es nicht für älter halten sollen. Wir würden dann auch hier die Erscheinung haben, die wir so oft finden, dass an vor- handene Orakel neue Verse angesetzt werden. Unzweifelhaft sicher ist jedoch nur, dass die andere Fassung mit ihren fünf Versen, die später die allgemein bekannte war, aus der Zeit nach Euripides herstammt.. Das dritte Orakel soll dem Adrast gegeben worden sein. Bei ihm in Argos suchen zu gleicher Zeit Zuflucht Polyneikes aus Theben und Tydeus aus Aetolien; beide erscheinen in der Nacht, Tydeus mit dem Fell eines wilden Ebers, Polyneikes mit dem eines Löwen bekleidet. Darin erkennt Adrast die Erfüllung eines Orakels, das ihm geboten hatte, seine Töchter einem Eber und einem Löwen zu vermählen. Es lautete nach den schol. Eur. Phoen. 410:
*0ο⁴ οω ε„⁴αμονα ενεον ναἀmντιιρο m11⁴³ 16ovri,
ode e 10 0νυοσισισ ꝙτεο ϑƷμον εέε εο⁷σ
dõιμαοο σετεεοονπιασςι μυη§ ρϑςεσ mρ⁶‚αννπνν. Man vergleiche damit zunächst den Vers 411 der Phoenissen:


