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Niederlage ebenfalls begnadigt worden, nach Athen zurückgekehrt und für das Jahr 405 zum Feldherrn ernannt worden.
Wenn wir somit mit Kirchhoff, dessen Ausführungen auch Boeckh zugestimmt hat, annehmen, dass eine Verurteilung des Adeimantos wegen Verrates überhaupt nicht stattgefunden hat, so kann sich auch das ziεαοωιναααι ε oijv in unserem Orakel nicht auf eine solche Verurteilung beziehen. Damit haben wir aber jeden Anhaltepunkt dafür, was mit diesen Worten gemeint sein kann, verloren: es fehlt uns jede Kenntnis von irgend einem Ereignis, auf das wir sie beziehen könnten. Trotzdem wird man doch wohl zugeben müssen, dass der Verfasser jener Verse irgend einen Unglücksfall des Adeimantos, irgend etwas,„worin ein einmal gefasstes Vorurteil die Strafe der rächenden Götter glauben konnte erkennen zu dürfen,“ vor Augen gehabt hat: und das führt uns auf die Entstehungszeit des Orakels. Es ist ganz unzweifelhaft erst nach der Schlacht von Aigos potamoi verfasst, und zwar ziemlich lange nachher, nachdem den Adeimantos oder andere seiner Mitfeldherren, die im Verdachte des Verrates standen, irgend etwas getroffen hatte, was der athenische Stadtklatsch als Strafe dieses Verrates be- zeichnete. Es muss ziemlich lange nach der Schlacht verfasst sein, weil sonst wohl Xenophon die ganze Sache, wenigstens mit einigen Worten, erwähnen würde.
III.
Unter den Orakeln, die sich auf den thebanischen Sagenkreis beziehen, treffen wir zunächst drei, die dem Kadmos, Laios und Adrastos gegeben sein sollen und in den Scholien zu Euripides! Phoenissen erhalten sind. Daneben ist von dem Laiosorakel noch ein Vers, der Rest einer anderen Composition, überliefert. Seine Quelle giebt uns der Scholiast des Euripides bei Anführung des dritten dem Adrastos erteilten selbst an: d τπGGq POντιοσ dmνπ Mvoεον deνανεέ̈νεαmQπu. Für die Entstehungs- zeit dieser drei Orakel halte ich frühestens die Zeit des Euripides. Am klarsten scheint mir hierbei die Sache bei dem zweiten, dem bekannten Laiosorakel, zu liegen. Es lautet in den Scholien zu So- phokles' Oedipus Rex und Euripides Phoenissen: ¹)
Adιe Aaßdaναι⁴ν, dοων»νοο ρνοων Bixeis
dοασ τι σεεοων ενν•B αdo εeναιααιαιμ̈έ̈νοω ε&ᷣοσοι 1r.α⁴ς εο Ʒεiοεασσ dπεμνν ρσἀoς. ³ς vdo kveuoe Zede Koοwi⁵νε, Héaονπκοο σyeoar doανσ ‿πνπυνν ds, 0d Giloν οσααας ενν⁶ ⁴³ evueεᷣoτο Gο⁸⁷ ⁶deo τσα.
Dieses Orakel aber kann nicht das ursprüngliche gewesen sein, sondern stammt aus späterer Zeit. In den letzten Reihen wird hier das unglückliche Schicksal des Laios zurückgeführt auf den Fluch des Pelops, dessen Sohn Chrysippos Laios geraubt haben soll. Das alte Epos aber weiss davon nichts: mit Laios beginnt dort die Leidensgeschichte der Labdakiden, ohne dass die Schuld des Laios weiter motiviert wird; einzig und allein sein Ungehorsam gegen den Befehl des Gottes u„ενdν xarda, r0ν νεννεένræ„α παιποσπνινον εασαειασανσασσ führt all das Unglück für ihn und sein Haus herbei. Die beiden ersten, die von jenem αeσασυιιαιοο ëOοα des Laios berichten, sind Pisander und Praxilla. Aber bei beiden sind die Fassungen der Sage durchaus verschieden von der, welche unser Orakel voraussetzt. Bei Pisander war nach den Scholien zu Eur. Phoen. 1760 das Erscheinen der Sphinx die Folge jener Liebe; und Praxilla dichtete— wie es scheint— dass Chrysippos der gemeinsame Lieb-
¹) cf. für das nächste: Schneidewin, die Sage vom Oedipus in den Berichten der Göttinger Gesellschaft der Wissen- schaften 1852.


