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xo*νσχόmõOΤ͗lfejßsd 1ot, die ganz nach Bedürfnis in allen Fällen angewandt werden können und immer richtig sind. ¹)
Frappierend hingegen erscheint im ersten Augenblick das erste der beiden von Bergk ange- führten Beispiele. Mit einer Deutlichkeit, die nichts zu wünschen übrig lässt und jeden Zweifel aus- schliesst, sagt Thuc. V 26:„ich erinnere mich, dass gleich im Anfang des Krieges und weiter bis zu seinem Ende bin immerfort von vielen prophezeit wurde, er werde dreimal neun Jahre dauern. Ich habe ihn selbst ganz miterlebt.... und er dauerte im ganzen 27 Jahre und einige Tage.“(æalν uεœαςᷣ ον πα‿‿: Worte vorher). Wenn wir nun unmöglich annehmen können, dass die Wahr- sager die Zukunft gekannt haben: wie ist es dann zu erklären, dass sie auf die Zahl 27 gekom- men sind?
Auf die richtige Spur führt uns der Umstand, dass das Orakel nicht sagt: er wird 27, son- dern: er wird„dreimal neun“ Jahre dauern. Die Zahlen drei und neun, und noch mehr ihr Produkt dreimal neun spielte schon damals im Aberglauben eine Hauptrolle. Zum Beweise mögen folgende Beispiele dienen. Als die Athener im Begriff stehen, die Belagerung von Syrakus aufzuheben und ins Innere von Sicilien zu marschieren, tritt eine Mondfinsternis ein;(Thuc. VII 50.) der abergläu- bische Nikias wendet sich wegen dieses Zeichens der Götter an die Wahrsager und folgt ihrem Aus- spruche, man müsse„dreimal neun Tage“ mit dem Aufbruch warten— ein Verzug, der die furcht- bare Katastrophe in Sicilien herbeiführte.“)„Dreimal neun“ Zweige muss Oedipus bei seinem Gebete zu den Eumeniden niederlegen.²)„Dreimal neun“ Stiere sollen nach einem der erhaltenen metrischen Orakel(Phlegon mirab. X. No. 157 meiner Sammlung) der Demeter und Persephone geopfert werden. „Dreimal neun“ Fäden von drei verschiedenen Farben werden(Ciris v. 371) zusammengeknüpft. End- lich erzählt Porphyrius in der vita des Pythagoras wörtlich: æls dε τ 2dꝛ⁸= eαοsενον ντσοων xcœ Eoια εᷣεν μεανα τeς εομιααεμναςν ro rréæ εοας&xeεε dιειονε.(cfr. auch noch Plut. quaest. gr. c. XII.) Diese Beispiele, besonders die zuletzt angeführte Stelle, beweisen unwiderleglich, dass die Zahl„dreimal neun“ bei allen Arten des Aberglaubens ganz gebräuchlich war; sie reichen aus, wie mir scheint, um zu erklären, wie die alten Wahrsager darauf gekommen sind zu sagen, der Krieg würde„dreimal neun“ Jahre dauern. Eine hohe Zahl musste es sein; denn dass der Krieg nicht in wenigen Jahren ausgefochten werden würde, war für jeden Einsichtigen von vorn herein klar, und zum Ueberfluss bezeugt es Thukydides ausdrücklich I 1:... KArrigcag eετναν τε σεασ x ἀεέιοονυνταστον 16 0οꝓεꝓνεκνν⁵εένυοσν εxανμμιαιοενοο JνOGαudονee re Gοαυν εέςσ uτον αμαreοοιν‿ερσσσνν d μα 10 d.21 EAA*ννκν veν ννιασνπτ⁴σmεεμνο τπ⁶ς oεέαεσσνςε, 0 Hεeν ενννιςσας τ εᷣ τα‿ dιασνονρ⁵ιεμ̈ν. Wenn man also die Zahl der Jahre nicht allzu niedrig greifen durfte, so lag es durchaus nahe, jenes vielge-
¹) Zu dieser Sorte gehört ausser jenem bekannten Krösusorakel und anderen das EoTTMòo u» 1.εοα,&eε το, υν νυασνπνπ Diesen Vers erhielt Philipp von Macedonien als Antwort, als er in Delphi wegen des Perserkrieges, den er beginnen wollte, anfragte: er ist so gehalten, dass der 1 0G¶ sowohl Philipp wie der Perserkönig sein kann: und siehe da, als Philipp plötz- lich ermordet wurde, pries man die Weisheit der delphischen Priesterin, die diesen Mord vorausgesehen hätte! ²) Falsch ist hiernach die Erklärung, die Curtius in seiner griechischen Geschichte II p. 655 giebt:„Die jetzt vor- handenen Meister der Kunst erklärten, man müsse einen vollen Mondumlauf abwarten, um mit gutem Gewissen die Rück- fahrt anzutreten. Also dreimal neun Tage, wo jede Stunde Verderben drohte!“ Ein voller Mondumlauf umfasst gar nicht 27, sondern ungefähr 29 ½ Tag!. ³) Soph. Oed. Col. v. 483: rOig ννε ανντm εμιυναα ε νμφαονννπνκνκ⁴ςροσν 11IC Aalar 1G eπμιαμινειααα ιτ⁴eς.


