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Von den täglichen Norgenandachten it ſchon aben geſprochen; die Teilnahme aller Hausgenoſſen gab ihnen den Charakter der Familienfeſte. Die SemeſterKommunion fand am 27. Juli ſatt.
Im Seminargebäude, in welchem außer dem Hörſaal und den Bibliothekräumen ſowie den Wohnungen des erſten Proſeſſors und des Hausdieners Baum auch Wohuräiume für 7 Kandibaten ſich befinden, wurde ein großes, gerade unbeſett gebliebenes Zimmer(r. 1) als Geſellſchaftszimmer hergerichtet und als Kandidatenwohnung ein anderes, noch disponibles Zimmer ein⸗ gerichtet. Da die vom Eiat ausgeworfenen Mittel für eine vieleicht notwendig werdende Erweiterung des Hörſaals auf⸗ geſpart werden mußten, war allerdings eine entſprechende Aus⸗ ſaattung des Geſellſcaftszimmers noch nicht möglich. Dasſelbe hat deshalb zunächſt nur als Leſezimmer gedient, in welchem eine Anzahl von Nachſchlagebüchern, Geſchichts⸗ und Kunſtwerken u. dgl. aus der Bibliothek aufgeſtellt und Feitungen, Zeit⸗ ſchriften ac. ausgelegt waren. Außerdem wurde die im Garten des erſten Profeſſors vor dem Hörfaal liegende Schloßterraſſe mit Tiſchen und Vänken verſehen und den Kandidaten zur Be⸗ nurhung eingeräumt.
Zur Erinnerung an die fruheren Seminargenoſſen wurde ein Album von Photographieen der die Anſtalt verlaſſenden Kandidaten angelegt, das eine 5 Ergänzung zu der bisher allein geflhrten Matrikel bilde
Das geſellige Leben der Snue unter einander bilbete, wie das in der Natur der Sache liegt, einen Ubergang von ſudentiſchen Bewegungsformen zu denen des gereiften Lebens. Unterſchiede zwiſchen denen, die auf der Univerſttät einer Ver⸗ bindung angehört, und denen, die dies nicht gewollt hatten, hatten aufgehort; die Geſammmtzahl der Kandidaten bilbete nun⸗ mehr einen einzigen Kreis, deſſen einzelne Glieder ſich gegenſeitig ſtütten und erzogen. Gerigneten Familienverkehr ſuchten und fanden ſie in Herborn und in Dillenburg. Der Hauptſache nach aber bildeten ſie eine Famülie für ſich. Die Kandidaten berichten darüber ſelbſt


