Aufsatz 
Abriß einer Einleitung in das Neue Testament / Friedrich Zimmer
Entstehung
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Wie gewöhnlich nahm das geſelige Leben am Seminar ſeinen offiziellen Anfang in einer Art Autrittskommers der neu aufgenommenen Kandidaten, an welchem die beiden Profeſſoren der Anſtalt, einzelne Pfarrer und ale Kandidaten keilnahmen. Es wurde dabei dankbar des früheren Direktors Profeſſor Sachſſe in Bonn gedacht, an ihn ein Telegranm geſandt und der neue Durektor, Proſeſſor Jirnner, geſellſhaftlich willkonmen geheißen, ebenſo die neuen Kandidaten von den älteren freundſchaftlich be⸗ grüßt.

Im Berlaufe des Semeſters murden alsdann die neuein⸗ getreienen Kandidaten in die hier beſſehende Sektion des Evan⸗ geliſchen Bundes aufgenonmmen, zu der zu gehören alle Seminar⸗ mitglieder ſich ſelbſt die Pflicht und Freude machen. Von letterer Vereinigung, deren Schriftführer für dieſes Semeſter Kandidat Martin und Beiſiter Kandidat Vömel waren, wurde im Sommer eine öffentliche Verſammlung hier in Herborn ab⸗ gehalten, in welcher Profeſſor Zimmer und Reallehrer Encke Vorträge hielten und Proſeſſor Maurer in den Vorſtand gewählt murde. Ein Schoßkind der Kandidaten iſt der Guſtav⸗dldoh Verein(kurzwegder Guſtav genannt). Kaſſierer für die Kandidatenabteilung desſelben war Kandidat Chun. Die neu eingetretenen Kandidaten wurden, wie herkömmlich, ſämtlich Mit⸗ glieder des Vereines; auch zahlten wie früher ſümtliche Kand daten von dem ihnen bewillngten Stipendium? Mark(Stipendium⸗ geeuer) und führten die für auswärts gehaltene Predigten ihnen gewährten Vergütungen ſowie die Erträge einer Sammelbüchſe an die Vereinskaſſe ab.

Ebenſo ſoll die vom Kgl. Konſiſtorium für die von den Kandidaten geleiſete Ordnung der Seminarbibliothek bewilligte Entſchädigung von 75 Mark dem Guſtau⸗AdolfeVerein zu gute kommen.

Das Seminar machte, mit Prof. Zimmer gemeinſam, einen größeren zweitägigen Auftug auf den Weſterwald über Marien⸗ burg und Hachenburg nach derKroppacher Schweiz, außerdem mehrere kleinere Spaziergänge.

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