Aufsatz 
Abriß einer Einleitung in das Neue Testament / Friedrich Zimmer
Entstehung
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bereits zu Anſehen gelangten nichteapoſtoliſchen vangelien gegen⸗ aͤber nicht mehr durchführen; es wurde deshalb von Origenes aufgegeben und durch ein(rreilich noch weniger halbares, aber durch ſeines Urhebers Autorität zur Herrſchaft gelangendes) duſßeres Prinzip, das der allgemeinen Anerkennung, erſeßt.

§ 25.(Der älteſte Kanon.) Im letten Drittel des 2. Jahrhunderts war mit dem Bedürfnis und dem Begriffe auch der Umfang des Neuteſtamenklichen Kanons in den Grund⸗ zügen ausgebildet. Die wichigſten Dokumente dafür außer den Sitaten und Außerungen bei Kirchenvätern ſind für das Abend⸗ land das Muratoriannm und die vetus Latina, für das Morgen⸗ land die Peſchito Einheit herrſchte in der der Teilung des Alten Teſtaments in Geſetz und Propheten entſprechenden Unter. ſcheidung von Eoangelien und Apoſtelſchriften(7ch cedema nat 1G dmowrodec). Im einzelnen werden überall zum Kanon gezaͤhlt: die vier Evangelſen, die Apoſtelgeſchicte und 13 pauli⸗ niſche Briefe, der erſte Johannes, und anſcheinend der erſte Petrusbrief. Die Apokalypſe ſehlt nur in der Peſchitv. Die übrigen Stücke des heutigen Neuen Teſtamentes wurden nur von Einzelnen rezipiert; neben denſelben wurden teilweiſe noch einige ſpäter nicht aufgenommene Schriften, namentlich der Paſtor des Hermas, wie kanoniſche Schriften gebraucht.

§ 26.(Der Abſchluß des Kanons.) Zur ſeſten(aller⸗ dings, niemals von einer ökumeniſchen Synode der ganzen Chriſtenheit beſchloſſenen) Abgrenzung der kanoniſchen Schriften im Gegenſat zu profanen und apokryphiſchen dienten außer der unter Euſebius Leitung veranſtalteten Herſtellung von 50 Exem⸗ plaren kaiſerlicher Prachtbibeln für die Kirchen Konſtantinopels die wiederhalten, im Morgenlande mehr von einzelnen Perſonen (zuerſt von Cyrill von Jernſalem 348), im Abendlande mehr von Synoden(zuerſt zu Hippo 393) auſgeſtelten Kanonverzeich⸗ niſſe. Das gemeinſame Intereſſe der Kanſolidierung und Ein⸗ heit brachte am Ende des 4. Jahrhunderts einen Ausgleich der bis dahin zwiſchen beiden Kirchenhälften noch beſtehenden Diſſe, renzen in der Weiſe zuſtande, daß im Morgenlande die dort ſeit Dionyſius von Alerandrien groenteils ausgeſchloſſene Apo⸗