Aufsatz 
Abriß einer Einleitung in das Neue Testament / Friedrich Zimmer
Entstehung
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Schriften war die Abbröckelung der uſpirationslehre und damit die Auflöſung des Begriffs des Kanons, die in dem übergangs⸗ ſtadium der einen neuen, fördernden Impuls erſt ahnenden Theologie der Gegenwart zunächſt nur in der rein negativen Formel einer Unterſcheidung zwiſchen Wort Gottes und Schrift einen allgemeiner angenonnnenen Ausdruck gefunden hat.

§ 19.(Die Eregeſe der Neuzeit.) Für die Eregeſe iſt ſeit Erneſti( 1781) der Grundſatz der grammatiſch⸗hiſtori⸗ ſchen Auslegung allgemein angenommen; in Wirklicheit aber hat die Exegeſe bis in die Gegenwart hinein den rationaliſtſchen wie den ſupernaturaliſiſchen, den philoſophiſchen wie den äſthe⸗ tiſchen, den iſe iti it ã tritiſcen wie den ſymboliſchantikritſchen und den riſtologiſch⸗ ſpekulativen Vorausſetzungen in gleicher Weiſe dienen müſſen, und vielfach herrſcht das Gefüͤhl, daß die grammatiſch⸗hiſoriſche Auslegung allein für die Theologie nicht ausreiche.

§ 20.(Die Kritit des Inhaltes.) Zu einer Kritik des durch die Exegeſe ermittelten Inhaltes der Neuteſtamentlichen Schriften iſt es bisher nur für den von den letzteren über⸗ lieferten Geſchichtsſtoff gekommen, welcher ſeit der Aufllärungs⸗ zeit unter verſchiedenen Vorausſetungen in der allerverſchiedenſten Weiſe beurteilt worden iſt. Den Lehrgehalt der Neuteſtament⸗ lichen Schriſten hat man bisher in der ſogenaunten bibliſchen Theologie lediglich darzuſtellen untemmommen. Von einer genetiſch tritiſchen Entwickelung desſelben, unabhängig von der kirchlichen oder perſönlichen Dogmatik, zeigen ſich erſt vereinzelte Spuren.

n. Glementarlehre. (Das Obzekt der Neuteſtamentlichen Eregeſe und Kritit) I. Das Oljent nach ſeiner mattrialtn Scite. ernes Sanyitäs: Geſcidte des Meutegameattichen Sanons. § 21.(Geſchichte des Problems. Die frühere MMeinung, daß ein geſchloſſener Neuteſtamentlicher Kanon, d. h.