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§7. Sogmatiſchallegoriſche Exegeſe.) Im Morgen⸗ lande verband die ſpätere alerandriniſche Schle(Athanaſius; Cyril) den abendländiſchen Dogmatismus mit der überwiegend gepflegten Allegorie. Auch ſouſt trat zu den Formalprinzipien des Origenes jetzt allgemein und in den Vordergrund gerückt das abendländiſche Materialprinzip.
§ 8.(diſtoriſche und hiſtoriſch⸗praktiſche Exegeſe)) Die im Gegenſat gegen die herrſchende Alegoreſe und gegen die Abhangigkeit der Auslegung von der Dogmalik ſeitens der antioche niſchen Schule gepſlegte hiſtoriſhe Eregeſe wurde mit ihrem Hauptverkreter(Theodor v. Mopſueſte) 533 verdammt, nach⸗ dem ſie ſchon vorher durch eine noch längere Zeit nachwirkende Verſetung mit praktiſcher Eregeſe(Ephräm, Chryſoſtomus, Theodoret) ihren reinen Charakter eingebußt hatte
§.(Mitttelalterliche Exegeſe) Die mütelakterliche cregeſe geht in ihren Geundſätzen ganzzurück auf das dogmatiſche Materialprinzip und auf die Formalprinzivien des Origenes, nur daß ſie in dem myſüſchen Sinne noch die Veziehung auf das bereits erſchienene(allegoria) von der auf das noch zu erwartende(anagogia) Heil unterſcheidet und ſo den zuerſt im Anfang des 4. Jahrhunderts geforderten vierfachen Schriftſinn zur Regel macht. Die eregetiſche Arbeit ſelbſt iſ, dem Charakter der Zeit entſprechend, überwiegend und grundſätlich Reproduktion, niedergelegt in Auszlgen, Komtpilationen, Gloſſen, Catenen und Lerika. Die Scholaſtiker fügten dazu das dogmatiſchſyſtemati⸗ ſierende Näſonnement, und die Myſtiker ergingen ſich in ſpielen⸗ der Beſchaulichkett Im allgemeinen trägt die mittelalterliche Exegeſe den Charakter einer geiſtlichen, klöſterlichen Ubung.
§ 10.(Vorreformatoriſche Kritik.) Zu einer Kritik des Neuen Teſtaments fehlte der alten und mittelalterlichen Kirche in Vezug auf den Text das Intereſſe und die Methode, und in Bezug auf den Inhalt im einzelnen und den Kanon als ganzes ſowohl die Veranlaßſung, da alle Anſtöße durch die allegariſche Auslegung zu beſeltigen waren, wie die Vorausſetzung, da das bermeneutiſche Materialprinzip der Tradition kein kriliſches Gegen⸗


