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Nam quamquam soli possunt prodesse potentes, Non prosit potius, siquis obesse potest.
Zuweilen sind alliterirende Worte zugleich durch Homoeoteleuta verbunden: z. B. Pust. 1, 351(II sucis, IV suis), Trist. I, 2,85(I videam, IV viam), Amor. III, 12,21(II. canos, II capillos, IV canes), Fast. V, 45(I Jovi, III vi, IV Jovi).
Unendlich häufiger als im Anlaut klingen die Worte im Auslaut gleich. Die glei- chen Ausgänge drängen sich natürlich dem Gehör minder auf, wenn sie weiter von einander entternt stehen(wie I und IV), oder wenn der eine in der Arsis, der andre in der Thesis (vie H. und II, oder theils in der Halbreihe theils am Eude der ganzen Reihe(wie T. und III), als wenn sie unmittelbar bei einander stehen(wie I und H., III und IV), oder wenn sie beide in der Arsis, resp. beide in der Thesis(wie I und III, resp. B. und II), oder endlich wenn sie den Abschluss von mindestens 2 Reihen bilden. Aber auch abgesehen von dem Platze, welchen sie einnehmen und von dem mehr- oder nur zweimaligen Gleichklange, sind die Ho- moeotelenta je nach der Beschaffenheit der gleichen Ausgänge an und für sich in verschiede- nem Grade in's Ohr fallend, wie uns scheint, etwa in folgender Abstufung:
1. Der Gleichklang erstreckt sich auf 2 Silben, eine Formsilbe und eine Stammsilbe.
Beispiele dieser Art sind sehr selten: z. B. Cat. 109,3(I vere, III sincere), Prop. I, 17,5(1 absenti, II venti), III, 24,33(I poterit, IV perit), Amor. II, 5,31(I mecum, II tecum), III, 11,41(I fores, III mores), Art. I, 59(I stelas, II puellas), Ep. Sapph. 99(II isses, III dixis- ses), Ex P. II, 5,67(I vobis, II nobis), endlich Rem. am. 111 mit 3 gleichen Silben(I fuerat III debuerat).
2. Der Gleichklang besteht schon etwas häufiger aus je 2, resp. 3 Formsilben: z. B. Ex P. IV, 9,111( totiens, III quotiens; vergl. Her. XIX, 113), Rem. am. 177( labentes, III tondentes), 631(I esuriens, III salions), Trist. II, 419(I doctorum, II virorum), Art. II, 461(I saevierit, IV mitis erit), III 263(I sedeas, III jacean), Trist. II, 239(II fuisses, III legisses), Tibull I. 4,15(II negabit, IV dabit) und ähnliche.*) 3
3. Eine volle Silbe, mit Einschluss des letzten entspricht einer andern, die ebenso beschaffen. Aus den zablreichen Beispielen wähle ich nur einige von denen aus, wo die Worte weder stammverwandt noch grammatisch auf einander nahe bezüglich sind: Catull 115, 7(II ultro III vero), Tibull I, 2, 43(II vidi, III rapidi), Prop. III, 28, 11 (1 pecoes, IV preces), Trist. IV, I, 59(I toto, IV, peto,) V. 7, 43(I specto, III toto,) Ex P. IV, 7, 1(II undas, III reddas), 6, 45(II Hister, IV iter), 16, 43(I Cottas, III nobilitas), Past. VI, 233(I propera, III pura), 243(I rebellaras, III Mauras), Amor, III, 14, 47(I vinci, III feoci) u. a.
4. W. enn nur die Pormendung gleich ist, so hat man 3 Fälle zu unterscheiden: a. Gleichklang zwischen verschied, tigen Worten, Zwischen Nomen und Verbum oder Adver- bium u. s. W.: z. B. Heroid. XVI, 101(I cernis, III cordis), Prop. IV, 21, 5(I mibi, II fugari, III omni), P 2, 9(I humus, IV, melius), Trist. II, 495(I video, IV ego), Ex P. I. 2, 3(1 Posses, IV dies), IV, 11, 13(II dolorem, III pridem) und viele andre.— b. Gleichklang 2wi-
*) m einigen Uexametern fudet sich ein ähnlicher Gleichklang nach der ersten Thesis des dritten Fusses
und am Ende: Tibull I, 2,63(abesset— esset), 8.20(tetigisse— dodisse), II. 1.85(cantate— vocato), Ich wage
nicht au behaupten, dass man in diesen und dhnlichen Versen(vergl. Heroid. VII, 27, Trist. II, 289) den Einschnitt 2o, als Cüsur ansehen müsse.


