Aufsatz 
Bemerkungen über den metrischen und rhythmischen Bau, sowie über den Gebrauch der Homoeoteleuta in den Distichen des Catull, Tibull, Properz und Ovid / von Ernst Eichner
Entstehung
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Nec sic errore exacto. Orphea detinuisse feras.

Binc fletus rixaeque sonant. Vix tamen aut semel admittit. Ipse suas sectatur oves.

Tu Manes ne laede meos. Illa favet, seuquis juvenis. Interea Pax arva colat.*)

Sei nun also dieses erste Glied des Distichons mehr daktylisch oder mehr spondeisch Rhyehmiseher

gebaut, umfasse es 2 ¼ oder 3 ½ Fuss: überall finden wir das Bestreben, soweit andre Rück- sichten es gestatten, die Wörter so zu Füssen zu verbinden, dass der rhythmische Grundcha- rakter der Reihe nicht bloss gewahrt bleibt, sondern auch unterstützt und hervorgekehrt wird. Wir dürfen also dem ersten Gliede entschieden ansteigenden Rhythmus zusprechen, nicht bloss weil er demselben durch den Bau des Hexameters eigen sein muss, sondern auch weil die Reihe in sich dem entsprechend gebildet wird.

II. Vom zweiten Gliede des Distichons.

Wir besinnen wieder mit dem Versfusse. Soweit die feststehenden Gesetze üher den Bau des Hexameters freien Spielraum gewähren, d. h. mit Ausschluss der beiden letzten Füsse, ist bei der Wahl des Daktylus oder Spondeus ausser der Rücksicht auf den Inhalt und den Ton der Darstellung der Einfluss der ersten Reihe des Verses erheblich, an den sich ja diese Zweite unmittelbar anschliesst. Am häufigsten scheint der Anfang der Reihe daktylisch mit folgendem Spondeus oder kehrt zu sein, je nachdem die vorhergehende Reihe deiscl oder daktylisch ausgeht. Doch bekenne ich, dass ich genauere Feststellungen darüber nicht für nöthig gehalten habe. Wohl aber habe ich die sogenanuten spondeischen Vérse gesam- melt. Danach ist die daktylische Bildung des 5ten Fusses ausnahmslos bei Tibull; bei Ovid fndet sich zwar 18mal im vorletzten Fausse ein Spondeus, aber 17 Verse davon sind durch Eigenuamen entschuldigt nämniich Amor. I, 6,53; II, 13,21; Her. VI, 103; VIII, 71; IX, 133,141; Art. III, 147; Past. II, 275,787; III, 105; IV, 567; V, 7,83,87,535,731; VI, 341, nur an einer Stelle steht kein nomen proprium: Her. XII, 121(clisissent). Properz ferner weicht von dem Gesetz 7mal ab, duvon stehen 3mal Eigennamen(I, 20,31; IV, 6,13; V, 4,71), 3mal kehrt dasselbe griechische Wort heroine wieder(I. 13,31; 19,13; II, 2,9) und nur ein- mal ohne solche Eutschuldigung(III, 26,3 formosarum). Von den 12 Verstössen bei Catull dagegen sind nur 4 durch Eigennamen entschuldigt(68,87,89,109; 100,1), die andern sind fol- gende: 65,23(agitur decursu); 66,3(obscuretur), 41(adjurarit), 57(famulum legarat), 61(ul- geremus); 68,65(implorata); 76,15(pervincendum); 116,3(conarere).**)

Dieso lotzto Bildung ist bei Tibull, der die Hephthemüneres überhaupt am häufgsten anwendet, besonders beliebt, ofter, zum Thell unmittelbar uach einander, wiederkehrend am Endo von I, 10. ** Von den genaunten Versen Catulls sind 2 wegen ihrer spondeischen Schwerfulligkeit 2u nennen: 68,87: Nam tum Helenue raptu primores Argirorum und aus lauter Spondeen als Unicum 116,3: Qui te lenirem nobis, neu conarere.

Charakter.

Vansfuss.