Cum bene surrexit) Lunaviiſque genu*)
Diese und ähnliche Gliederung ist, wie gesagt die g. Verhältni seltener, wenn freilich noch oft genug, sind die Reihen so gebildet, dass innerhalb derselben keine Arsis auf ein Wortende trifft. Nicht eben häufig wird in diesem Falle der erste Fuss durch ein daktylisches, noch seltener durch ein spondeisches Wort gebildet, dem ein drei- oder viersilbiges Wort folgt. Erträglicher wird solche 1 A der Wörter zu Füssen, wo die Reihe in Daktylen leichter und rascher sich bewegt, als da wo zur geringen Gliederung die Schwere und Langsamkeit der Spondeen hinzutritt. Es ist darum nicht zufällig, dass die aus lauter Spondeen gebaute Reihe durch strengere Gliederung ein etwas lebhafteres Tempo erhält, so dass Reihen wie„Sitis felices“ zu den Seltenheiten gehören.
In daktylischen Füssen ist durch den Einschnitt nach der ersten Thesis auch schwe- bender Rhythmus möglich und im ersten oder zweiten Fusse der Reihe oft wiederkehrend, aber nur selten zweimal in derselben kurzen Reihe zu finden, so dass man den Hexameter mit solcher Wortfügung, wie„multa parata manent“, zu beginnen gemieden hat.**) Während hier das ruhe- und haltungslose Hiniübergreifen der Wörter missliebig und dem Charakter der Reihe unangemessen erscheinen mochte, so wird man bei den Reihen, welche auf jede Arsis einen Wortausgang treffen lassen und dadurch den steigenden Charakter der Reihe am stärk- sten ausprägen, ausschliesslich die Rücksicht auf Vermeidung ganz gleichartigen Wortfalles massgebend finden. Denn wenn auch zweimal in Anapästen energisch austeigende Reihen, wie„Aut juvenum comites,“ nicht selten sind, so steigt der Rhythmus doch lieber so, dass auf ein anapästisches Wort ein spondeisches oder umgekehrt folgt, z. B.„In manibus nimbos“ und „Qui primus pueris.“ Besteht dagegen die Reihe aus lauter Spondeen, so ist es, wie oben gesagt, gewöhnlicher, die Füsse gleichartig zu gliedern(wie Nam desunt vires), als unverbun- den neben einander zu Stellen.“**)
Dieselben Gesicl kte sind die herrschenden, wenn die Reihe durch die Hephthe- mimeres abgeschlossen wird. Es ist schon früher hervorgehoben, dass die lüngere Reihe als Nebencäsur die Trithemimeres verlangt und in den allermeisten Versen auch wirklich hat. Nur ausnahmsweise wird ferner diese längere Reihe aus lauter Spondeen bestehen, ja selbst ein Daktylus schien nicht ausrcichend, derselben leichten und gefüälligen Fluss zu gewähren. Gewöhnlich besteht sie daher aus 2 oder 3 Daktylen und gliedert dieselben so, duss der Rhythmus zwischen schwebendem und steigendem wechselt. Minder beliebt ist, wie natürlich, die unmittelbare Folge desselben Rhythmus. Aus alledem ergiebt sich, dass von den beige- setzten Beispielen die ersten minder häufig, die letzten in zunehmendem Masse besser und häufiger erscheinen:
* Que, ve, ne schliessen sich nur lose an das Wort, dem sje angehäugt sind, an. ** Sehr vereinzelt ist überhaupt schwebender Rhythmus in einem Hexameter mehr als Zmal zu fnden und Verse, wie Prop. V, 11,29:
Si cui fama fuit per avita tropaen docori sind ganz aussergewöhnlich. Achnlich Prop. V, 7.4l; III, 25,11; Cat. 76,5: Tib. I. 7,29: Orid Her. VII. 137: Ep. Sapph. 119; E. P. II, 6,21; ausserdem bei der Hephthemimeres Tib. I, 227; II, 3.l; Prop. I. 9.,3; III, 13,3; IV. 7,23; Ovid. Am. II, 19,38; Her. I. 45,57; II. 109 u. a. *— Die zweite Reihe mit ganz pleichem Wortiall folgen zu lassen, scheint man trotz der durch die Cäsur ver- anlassten Pause cher enemiodom, als grauche an haben, Dis Rücksichr aut den Wechltlang wurds schon oben als lehnet bei Fe der Cusur.


