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heſſiſche Geſchichtsforſcher gern und mit großer Befriedigung bei einem Fürſten verweilt, der als Regent ſeines Landes und als Reichsfürſt mit ſolcher Auszeichnung gewaltet hat.
Die kleine Schrift iſt das Ergebniß ſelbſtſtändiger Forſchung. Wenn ich auch bei ihrer Ausarbeitung die ausführlichen neueren Werke von Ranke, Schloſſer, Rommel, Plank, Buchholtz, Lan⸗ genn, Heyd u. A. über die Geſchichte des ſechszehnten Jahr⸗ hunderts und über einzelne denkwürdige Perſonen und Begeben⸗ heiten jenes Zeitraums nicht unbenutzt laſſen durfte, ſo bin ich doch ihrer Darſtellung und ihrem Urtheile nicht ohne eigene Prü⸗ fung gefolgt und namentlich bei den wichtigeren Puncten ſtets auf die eigentlichen Quellen zurückgegangen, die mir glücklicher Weiſe ziemlich vollſtändig zu Gebote ſtanden. Es läßt ſich denken, daß die Arbeit bei dieſem Verfahren urſprünglich weit umfangreicher an⸗ gelegt war, als ſie hier erſcheint, allein die Erwägung, daß ſie nicht für die Gelehrten vom Fach, ſondern für gebildete Leſer überhaupt beſtimmt ſei, ſowie der Umſtand, daß der mir zuge⸗ meſſene Raum eine ausgedehntere Behandlung des Gegenſtandes nicht geſtattete, ließ mich dieſer Lebensſchilderung, ſoweit es, ohne der Klarheit und dem Zuſammenhange Abbruch zu thun, aus⸗ führbar ſchien, eine bündigere Form geben und auf die beweiſen⸗ den Auszüge aus den Quellen, die ich anfänglich in Anmerkungen beizugeben beabſichtigt hatte, verzichten, zumal letztere meinen Wahr⸗ nehmungen nach für diejenigen Leſer, denen es hauptſächlich um eine friſche und anregende Darſtellung der Reſultate zu thun iſt, eine eher ſtörende als erwünſchte Zugabe zu ſein pflegen. Durch dieſe Art der Behandlung ihres Stoffes unterſcheidet ſich zugleich die gegenwärtige Schrift von den früher erſchienenen Lebensbe⸗ ſchreibungen Philipp's des Großmüthigen, welche theils, wie die von Rommel und Hoffmeiſter, ihren Gegenſtand mit einer weit größeren, meinem Zwecke nicht entſprechenden Ausführlich⸗ keit behandeln, theils, wie die von Simon, für einen anderen Leſerkreis berechnet ſind, und durch dieſen weſentlichen Unterſchied wird hoffentlich die Bearbeitung der vorliegenden ſelbſtſtändigen neuen Biographie vollkommen gerechtfertigt erſcheinen.
Offenbach, am 1. Mai 1861.
E. S.


