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Noch tiefer versteckt ist die Synthese zwischen Pronomen und Modalität, Wunsch und Willen und ihrem Gegentheil. Es ist natürlich, dass hierbei die Negation die wesent- lichste Rolle spielt. Um dieses uns näher zu bringen, sei daran erinnert, dass andere indogermanische Sprachen als die deutsche eine ähnliche Synthese, wie wir sie für das Pronomen und Verbum postuliren, für die Negation und den Modus haben, ein Verhältniss, welches dem, der nur deutsch kennt, völlig befremdlich sein muss. Denn uwj dient doch wesentlich zur Verneinung des Willens, des Wunsches, der Vorstellung und anticipirt gewissermassen den Modus, ou dagegen dient zur Verneinung einer Thatsache. Aehnlich wird, sobald modale Unterschiede durch das Pronomen mit ausgedrückt werden, das nicht Gewünschte, nicht Gewollte durch odroc bezeichnet werden. Gleichwie nun der Indicativ erst durch seinen Gegensatz gegen die übrigen Modi zum Modus, das Präsens durch den Gegensatz gegen Vergangenheit zum Tempus wird, so gewinnt auch 6e durch diesen Gegen- satz gegen odros erst eine affirmative Kraft(§. 15— 17).
Es kann ferner eine negative oder semotorische Kraft, wie ich sie bezeichnen möchte, dem Verbum selbst inne wohnen, Z. B. dν, ενκ μεένσι, α τιννοαμσ, aνy 8Orlν, dsdic, dε⁵νμαm,‿τεν, didois ei*ν⁴α, oixrεα,‿ϑριαιιατν πνα‿εεέν,£ εμο⁴α, α‿ι, mαeοοοει, u. a., oder durch Zusatz einer Negation erreicht werden: ou Gσeαυννπμηαι,*ννννν⁴ασσισχσ u. s. f., oder durch eine Frage des Zweifels, der Ungewissheit ausgedrückt sein: νςσ τωνσνπν᷑ď³ Ex, Pers. 793 Oον' τα☚̈̈α σ5χανεκεςα, Ag. 1617 rς τανινπν α‿ςπμνυν ⁶ϑνοπαα³ςι‿ Choeph. 844. Dann wird mit Beziehung hierauf das pronominale Object durch ouros bezeichnet, während, sobald jener negative Verbalbegriff durch eine zugefügte Negation aufgehoben wird, der Grund für die Wahl
Zufügung des jedesmaligen Pronomens und möchte nach nochmaliger Ueberlegung manches von dem oben§§. 7, 8, 12 und 13 Gesagten hiernach ändern.
Objective Zeit der Handlung. Zeit vom Standpunkt des Sprechenden.
. praesenti: amo— 5%§. 7 a. . praeterito: amabam— 5-*§. 7 5.(os roc§. 8). futuro: amabo— 50⸗§. 7.
I. actio praesens in tempore:
03 d
praesenti: amavi— ofroc§. 8(56*§. 14). . praeterito: amaveram— oProc§. 8. . futuro: amavero— ofrog§. 13.
II. actio praeterita in tempore:
. praesenti: amaturus sum— 6-⸗§. 7 p.
III. actio futura in tempore:. praeterito: amaturus eram— 5‧§. 12.
———
do— do—
. futuro: amaturus ero— 5-⸗§. 7„.
Selbstverständlich ist bei dieser Gliederung das räumliche und personelle Verhältniss, die Negation und die Modalität ausser Acht gelassen. Je nachdem diese zum Ausdruck gebracht werden mehr als die zeitlichen Seiten, kann ein Wechsel der Pronomina nöthig werden, weshalb eine Einfügung sämmtlicher Stellen nach ihrem zeitlichen Ausdruck in dieses Schema unmöglich wäre. Im Allgemeinen scheint mehr die objective Zeit als die subjective zur Geltung zu kommen. Beispielsweise Suppl. 621 Ayo:o* lede Sαeννεν τos de elra zâde tritt in eroαmνν in der Bedeutung des Stammes„beschliessen“, der Begriff der objectiven Zukunft vor;„sie wollten, es solle fortan so sein“ daher ze. Derselbe Beschluss könnte aber ebensogut vermöge des aorist. Temp. als subjectiv vergangen bezeichnet werden, wo alsdann raira stehen würde. 1


