Aufsatz 
Beiträge zur Lehre vom griechischen Pronomen : Ὄδε und οὗτος bei Aeschylus / von Philipp Braun
Entstehung
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§. 18.

Es sind oben Beispiele in hinlänglicher Fälle angeführt worden, nach welchen 3« angewandt wird, um das im räumlichen oder geistigen Gesichtskreise des Subjectes Befindliche zu bezeichnen. Wo in dieser Bedeutung ouros stand, da liess sich meistentheils eine gewisse, man könnte fast sagen, negative Beziehung unschwer ausfindig machen, wenn auch vielfach darüber Zweifel sein konnte, welche unter den mancherlei angeführten, sich oft nahe berührenden, Anschauungen Platz habe. Welche Beziehung tritt nun aber wohl vor in der Stelle Agam. 1404? Klytämnestra hat, als sie den Gatten und die Kassandra im Palaste ermordet hat, und nachdem deren Leichen aus dem Hause heraus- getragen sind, frech und frei dem Chor ihre That erzählt und indem sie sich mit derselben noch brästet, fährt sie fort: syc dνι ατιςιαεαν τααςεςα τνοες sidôraæ sνανν ⁶σ uete slrs yetv Sslete οον. odo 0ον Aydνιινμμιν, εσς τσις, vεᷣνας ε, zdε dεεπας Nος εσꝓνον q. s.

Was soll hier ourog? Von anaphorischem Gebrauch kann keine Rede sein, es ist ächte Deixis. Soll es ausdrücken, dass er nicht in unmittelbarster Nähe der Redenden liegt? Aber er ist doch wohl auf der Bühne und vor dem Palaste. Dieser aber wird stets durch öde bezeichnet. Soll es etwa gesagt sein, weil der Leichnam, durch Decken verhüllt, sich dem Anblick entzieht? Wahrscheinlicher ist es mir, dass es den Begriff des vexoöc anticipirt: dieser entseelte Leichnam, vor kurzem noch so mächtig und jetzt ein elendes Nichts, ecine vergangene Grösse. Es scheint mir diese Annahme gestützt durch eine Reihe anderer Stellen, an denen gleichfalls von Todten, wenngleich sie unmittelbar vor dem Redenden sich befinden, odroc gebraucht wird, obgleich an jenen Stellen meist die klare Beziehung durch die Möglichkeit einer anderen Deutung verdunkelt erscheint. So Ag. 1419 od zοοτππ πν vide Io⁵νν ον dςσφαααενν‧(§. 8).

Ag. 1521 0ds vao otroc doixeẽ dινν ςνν ειςννν,(§. 8). 1583.. r0 Aννά rd⁴ν⁴e æe,ενοων ρσμα ε⁴μο, Tες πααητστςν εᷣνd᷑eνοντᷣᷣ πσ᷑ρ᷑ ł!SD. Arosds ydo dονκντνdε yijc, rouντον πησααιh. 1⁴ρρσαισεκν.(§. 8). 1610 0Odw ααοων) xz œν ϑασσνμνεν 5οοι 1ςναάα 2οωννπον τυ Sium ν αςοεν..

Choephoren 906 sagt Orest, da seine Mutter entsetzt über den Tod ihres Buhlen Klagt(1ενννααάς, τa Alενσονι σαςα), zu ihr: υιᷣ σνοσα ⁶συννκανεμι εαμκαι φεiς 10ν ³⅜eρα τωοτον, ν εᷣν εoν τνννεis.

Septem 1045 sagt Antigone über den todten Polyneikes: ᷣμασφσν οντοs od ysvijoeratr. Freilich findet sich ebenso häufig neben 0dxoc vom Todten gesagt 506.(Agam. 1397, 1414, 1441, 1446, 1583 u. ö.). Jedoch scheint dieser Wechsel kein willkürlicher zu sein, sondern es tritt eben jener Begriff des Dagewesenen nicht überall in gleicher Weise in den Vordergrund. Ebenso gut wie man von jedem leblosen Objecte deictisch 5 sagt, kann man es auch von dem Todten, zumal wenn er erst kürzlich das Leben aushauchte, und man in lebhafter Vergegenwärtigung dessen gedenkt, was er zu seinen Lebzeiten that oder was ihm geschah, während odroc gebraucht zu sein scheint, wenn nachdrücklich der Betreffende als todt, aus dem Leben geschieden bezeichnet werden soll.

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