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gehen will, aber Peter dem Einsiedler nachgibt, der im Geiste schon den Helden nahen sieht, der den Zauber bannen wird.
Inzwischen tritt die heisseste Jahreszeit ein; die Quellen versiegen, alles lechzt, manche murren. Der Griechenführer zieht nachts mit seinen Leuten ab; andere, deren Herren im Kampfe gefallen, glauben sich ihres Dienstes entbunden und verlassen Gottfried. Dieser verzagt nicht. Er fleht zum Herrn, und köstlicher Regen erfrischt Mensch, Getier und Flur.
XIV.
Im Traum erscheint Hugo, der einst die freien Ritter geführt, dem Gottfried, ihn auffordernd die Achtung Rinalds zurückzunehmen. Im Fürstenrate bittet Guelf für seinen Neffen; Gottfried gibt nach. Der Däne, Karl, welcher das für Rinald bestimmte Schwert seines Fürsten überbracht hat, erbietet sich den Helden aufzusuchen und erhält den erfahrenen Ubald zum Begleiter. Peter weist sie nach Askalon, wo sie ein Greis, auf dem Wasser wandelnd, empfängt, der sie in die Tiefen der Erde, in sein Schloss führt. Er enthüllt ihnen, dass Armida jenen Leichnam in Rinalds Rüstung gesteckt. Rinald selbst, durch eine Inschrift an einer Säule verlockt, ist am Orontes allein nach einer Wunderinsel gefahren, Sirenengesang hat ihn in Schlaf gesungen. Armida erschien, ihn zu töten; da ergriff Liebe ihr IIerz. Den mit Blumenketten gefesselten Jüngling hat ihr Zauber- wagen durch die Lüfte nach einer fernen Insel entführt, wo allerlei Gefahren den Boten den Zutritt erschweren sollen. Folgen sie des Greises Rat, so werden sie ihr Ziel erreichen.
XV.
Von dem Greise ausgestattet mit einem Plan zu den Irrgängen von Armidens Zauberschloss, mit einem Demantschild und einer Zauberrute, kehren am andern Morgen die Boten zum Flusses- ufer an der Erdoberfläche zurück, wo sie ein Fahrzeug mit der verheissenen Lenkerin erwartet, das sie mit Blitzesschnelle an der Küste von Syrien, von Agypten und dem ganzen nördlichen Afrika her durch die Säulen des Herkules nach den Inseln der Seligen führt. Auf einem scheinbar unbe- wohnten Eiland erhebt sich ein Berg, dessen Höhe Armidens Burg trägt. An dieser Insel landen sie, um am anderen Morgen, vom Schlummer gestärkt, den Berg, dessen Fuss sie jetzt noch erreichen können, zu erklimmen. Schlange, Löwe, ein Heer von Untieren weicht der Zauberrute; Eis und, Schnee schrecken die Helden nicht; als sie die grünen Matten um das Schloss erreicht, verlockt sie nicht der silberhelle Quell des Lachens, die einladenden Speisen, die berückenden Nymphen im See und ihre täuschende Rede; sie treten ins Schloss ein.
XVI.
Der Plan führt sie durch die Irrgänge zum Garten, in welchem liebliche Blumen, lockende Früchte, mit Menschenstimme singende Vögel sie zum Lebensgenuss einladen. Sie sehen Rinald im Schosse der schönen Armida, ihr ganz ergeben. Sie verlässt ihn, da sie ihrem Zauberwerk täglich einige Stunden widmen muss. Die Ritter treten vor; sie zeigen Rinald im Demantschilde sein Abbild. Ihre Worte zünden; er reisst sich den weibischen Schmuck vom Leibe, er drängt zum Auf- bruch. Armida sieht ihn fliehen; alle ihre Zauberkünste vermögen nicht ihn zu halten. Sie eilt ihm nach. Sie will ihn begleiten als seine Dienerin, seine Sklavin. Er weist sie ab. Sie beide wollen ihres Fehls vergessen; er will ihr Ritter sein, so weit höhere Pflichten es erlauben. Jetzt gerät
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