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Themata der Aufsätze:
1. Héêér Walther von der Vogelweide, Swer des vergaeze, der taet' mir leide. 2. Welche Berechtigung hat der Ausspruch:„Navigare necesse est, vivere non est necesse“? 3. Wie ver- anschaulicht Gustav Freytag in der Person des Ingraban den Zusammenstoss zweier Weltanschauungen? (Klassenarbeit). 4. Wodurch verdient Karl der Grosse seinen Beinamen? 5. Das Unglück eine Schule der Weisheit. 6. Wie entwickelt Lessing seine Ansicht über die Grundsätze, nach denen die bildenden Künstler bei der Darstellung des Laokoon verfahren sind?(Klassenarbeit). 7. Licht und Schatten im Charakter des Coriolan. 8. Der erste Aufzug der„Emilia Galotti“ als Ex- positionsakt.
Latein. 7 St. S.: Tacitus, Germania 1— 27. Cicero, Tusculanen I. Horaz, Oden II. Ep. 2, 16. W.: Cicero, Briefe(nach Aly). Horaz Od. I. Sat. I, 6. 9. II, 1. 6. Alle 14 Tage eine Arbeit. Wiederholung der gesamten Syntax. Einiges aus Stilistik und Synonymik. 7 Oden memoriert. Direktor.
Griechisch. 6 St. Plato, Apologie, die geschichtlichen Teile des Phaedo. Sophocles, Electra. 1 Chor memoriert. Biese, Griechische Lyriker in Auswahl, besonders Elegiker und melische Dichter. Demosthenes, Vom Kranze(mit Auslassungen.) Homer, Ilias I—XII. 50 Verse memoriert. Wiederholungen aus der Grammatik. Alle 14 Tage abwechselnd eine schriftliche UÜbersetzung ins Griechische und ins Deutsche. Engelhardt.
Französisch. 3 St. Sandeau, Mademoiselle de la Seiglière. Maitres conteurs. Lanfrey, Campagne de 1809. Grammatische Wiederholungen, einiges aus Stilistik und Synonymik im Anschluss an die Lektüre. Alle 3 Wochen eine Arbeit. Schumann.
Hebräisch. 2 St. Kombiniert mit Prima 1.
Englisch. 2 St. Kombiniert mit Prima 1.
Geschichte und Erdkunde. 3 St. S.: Römische Kaisergeschichte im Uberblick. Ge- schichte des Mittelalters 375— 1272. W.: Geschichte der Jahre 1273— 1648. Zahlentabellen. Länderkunde Europas(12 Stunden). Becker.
Mathematik. 4 St. Arithmetik: Schwierigere Gleichungen des 1. und 2. Grades. Zinseszins- und Rentenrechnung. Kettenbrüche und diophantische Gleichungen. Planimetrie und Trigonometrie: Dreiecks- und Kreiskonstruktionen im Anschluss au die Ahnlichkeitslehre (Lieber und v. Lühmann III). Stereometrie nebst UÜbungsaufgaben. Alle 3 Wochen eine Arbeit. Reinhard.
Physik. 2 St. S.: Mechanik. W.: Akustik. Reinhard.
Sekunda 1. Ordinarius: Professor Dr. Handwerck.
Religionslehre. 2 St. a) Evangelische. S.: Erklärung der Apostelgeschichte nach der Ubersetzung von Weizsäcker unter Heranziehung des Urtextes. W.: Erklärung des 1. Briefes an die Korinther. Kirchengeschichte bis 312. Wiederholung von Liedern, Kate- chismus, Sprüchen. Klee. b) Katholische: Kombiniert mit Prima 1. c) Jüdische: Desgleichen.
Deutsch. 3 St. S.: Einführung in das Nibelungenlied im Urtext, Ausblicke auf die nordische Sage und die grossen germanischen Sagenkreise. Grillparzer, Sappho. Hebbel, Nibelungen. W.: Einführung in höfische Epik und Lyrik; Walther von der Vogelweide(im Urtexte). Auswendiglernen von Strophen. Kleists Prinz von Homburg. Sprachgeschichtliche Belehrungen. Handwerck.
Themata der Aufsätze:
1. Welche Bedeutung hat die 1. Scene in Schillers Tell? 2. Hildebrandslied und Waltharilied, ein Vergleich. 3.(Klassenaufsatz) Wodurch erweckt der Tod Siegfrieds unsere besondere Teil- nahme? 4. Geld ein guter Diener, aber ein schlechter Herr. 5. Welches sind die wichtigsten Vorzüge der Gegenwart vor der Vergangenheit? 6. Die Judenbuche. 7. Die Beziehungen der Hermannsschlacht Kleists zur Geschichte der Napoleonischen Zeit. 8.(Klassenaufsatz). Hér Walther von der Vogelweide, Swer des vergaeze, der taet' mir leide.


