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fehlten zumeist. Undeutliche Namensangabe, dialektiſche Färbung in der Aussprache, Schwerhörigkeit und andere Umſtände führten naturgemäß zu fehlerhaften Einträgen. Daraus erklärt fich auch die oft fonderbare Schreibweiſe der Eigennamen. Willkürliche Schreibungen, wie Bickin ſtatt Bücking, Schlauhof für Schlanhof und noch viele andere Verwechfelungen kommen häufig vor ⁵). Auch die Schreibung des Ortsnamens Alsfeld iſt oft eine recht eigentümliche; in mehr als 25 Formen erſcheint derſelbe in den verſchiedenen Matrikeln; einige ſeien hier wiedergegeben: Alzfeldia, Altzfeldia, Alffeldia, Ailsfeldia, Aylsfeldia, Alzveldia, Alsveldenn, Alsvelt, Elsfeld), Esfeldia, Elfeldt, Alfeld, Altfeld und dergl. mehr.
Zumeiſt handelt es ſich dabei um Perſonen, deren Zu- gehörigkeit zu Alsfeld zweifellos feſtſteht. Daß in vor- liegender Arbeit der eine oder der andere Studierende, bei welchem der Ortsname in einer abweichenden Form vor- kommt, nicht unter die Alsfelder Studentenſchar gerechnet werden kann, foll ohne weiteres zugegeben werden. Ge- wöhnlich wurden derartige Studierenden aufgenommen, wenn fich auf Grund von Akten, Urkunden oder fonſftigem beweis- kräftigem Material die Zugehörigkeit zu Alsfeld mit ziem- licher Sicherheit feſtftellen ließ. Solche Studierenden, welche zweifelhaft erſcheinen können, die aber möglicherweiſe Als- felder gewesen ſind, ſind in einem beſonderen Anhange auf- geführt ¹⁰). Verwechfelungen mit Alfeld in Hannover, All- feld in Baden, Alfeld bei Nürnberg oder Eisfeld in Thüringen ſind leicht möglich. Bei manchem echt Alsfelder Namen ¹¹), wie Bücking, Senderlin, Schlanhof, Schwert und anderen, lautet die Ortsangabe öfters fälſchlicherweiſe Alfeld, Esfelt, Eilsfeld ufw.
Das Matrikelbuch der Univerſität Ingolfſtadt-Landshut-München herausgegeben von F. X. Freninger. München 1878. 5
Dr. W. Falckenheiner; Die Annalen und die Matrikel der Univerlität Kaffel. Zeitlchrift des Vereins für heffilche Geſchichte und Landeskunde. N. F. 18. Band, 1893.—
⁵) Auch mancher Leſefehler feitens der Herausgeber war bei der oft undeutlichen Schrift nicht zu vermeiden.
*) Die Bezeichnung Elsfeld erſcheint in Alsfelder Urkunden häufig, ſo 2. H. 1428, 1455, 1468, 1473 u. 1504.
¹⁰) Diefelben lind in der Statiftik unberücklichtigt gelallen.
¹1) Aus der ſeit 1679 in Alsfeld anfäfligen, heute weit verbreiteten Fa- milie Ramfpeck, die urſprünglich aus Bafel ftammt, lind keine Studenten in den Matrikeln aufzufinden. Dagegen erſcheint am 24. Februar 1654 ein Sebalftianus Ramfpeck Balileenlis in der Heidelberger Matrikel. Am 5. September 1654 wurde ihm vom Kurfürften die profellio philo- fophiae practica bewilligt. Praeſtitis praeſtandis(lectio curforia, oratio publica) begann er ordinarie im Juli 1655 zu lefen. Sebaftianus Ramſpeck, Basileenfis, politices et eloquentiae profeffor ordinarius wurde am 22. Det


