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entfernten Staden in ſein Haus nahm, um ihn ſelbſt im Leſen und Schreiben und anderen Rudimenten zu unterrichten. Bei ihm eignete er ſich auch die erſten notdürftigen Kenntniſſe an, und von ihm, dem im evang.⸗lutheriſchen Bekenntnis feſtſtehenden Mann, wurde er auch im kleinen Katechismus Luthers unterrichtet, für den der Knabe von früh auf die große Vorliebe gewann, die er ſein ganzes Leben hindurch für dieſes Kleinod der lutheriſchen Kirche bewahrt hat. Doch war der Kleine, ſo treu und liebevoll die Großeltern auch für ihn ſorgten, manchmal viel auf ſich ſelbſt angewieſen. Der Großvater, ein in ſeinem Fache nicht ungeſchickter Mann, der ſich in der Kriegs⸗ zeit vielfach verdient machte, muſte in Folge ſeines Berufs häufig von zu Hauſe abweſend ſein, nahm jedoch auch manchmal den kleinen Enkel auf ſeinen Berufsgängen mit, wenn er ihm irgend etwas Lehr⸗ reiches auf denſelben glaubte bieten zu können. Andererſeits waren die gewaltigen Ereigniſſe der Zeit, von denen die Wetterau fort⸗ während aufs nächſte berührt wurde, einem geordneten, wolgeregelten Unterricht wenig günſtig. Es waren die Tage, da der Bruderſtaat Kurheſſen als Teil des Königreichs Weſtfalen unter dem Regiment des üppigen Jeröme ſeufzte, in denen Napoleons großer Zug gegen Rußland ſich vorbereitete und Heſſen„ein bedeutendes Contingent kräftiger, ſchöner und geübter Mannſchaft unter Anführung des Prin⸗ zen Emil“, des Bruders von Großherzog Ludewig I, zu dem uner⸗ meßlichen Heere liefern muſte, das den nordiſchen Koloß zertrümmern ſollte, während ein anderes heſſiſches Regiment(das Regiment„Groß⸗ und Erbprinz“) den Fahnen des corſiſchen Völkerunterdrückers auf ſpaniſchen Boden folgte, dort an vielen ruhmvollen Kämpfen ſich be⸗ teiligte und zuletzt nach heldenmüthiger Verteidigung der Feſtung Badajoz (7. April 1812) mit ſeinen Reſten in engliſche Gefangenſchaft fiel. Von allen dieſen Vorgängen hörte der Knabe begierig erzählen, und alles das, wie auch, was er bei den häufigen Truppendurchzügen mit eignen Augen ſah, prägte ſich ſo tief in ſeine junge Seele, daß er in ſpätern Jahren und in den Tagen ſeines Alters oft der gering⸗ fügigſten Umſtände ſich noch erinnerte und mit wahrhaft kindlicher Naivetät davon noch zu erzählen wuſte. Was er in dieſer Zeit von elementarem Wiſſen ſich aneignete, verdankte er großenteils ſich ſelbſt. Sobald er geläufig zu leſen im Stande war, machte er ſich über die wenigen für ihn geeigneten Bücher, die ſein Großvater beſaß, her, begann in ſeiner Weiſe daraus zu nehmen, was ihm zuſagte, und er⸗ langte auf dieſe Weiſe ohne eigentlichen Unterricht ſo viel Kenntniſſe,


