Erstes Kapitel. Wert und Wesen des Namens.
Wenn wir Stellen ins Auge fassen wie 0d. VI 244 at„d ενοι τος rσσσσm̈ν̈αᷣαm● ο tii (möchte doch ein solcher Mann mir Gemahl heissen!) oder Soph. Trach. 147 ff.: à³νν ⁷ᷣνας ⁴νννον εεadoε iov, 29 roνν εμαα riα dvri αοαναιεινιπά ꝙννν ον Ʒτ. (In Freuden wandelt ohne Plag sie auf des Lebens Höhn, Bis zu der Zeit, wo nicht mehr Mädchen, sondern Frau Sie heisst usw.) die sich beliebig vermehren lassen ¹, so finden wir, dass hier za- Aeroαν und lvaæi, heissen und sein kaum unterschieden werden ²: nur was genannt werden kann, was einen Namen hat, das ist. Daher ist auch das Wort vνœαν(und ebenso nomen) gerade als Bezeichnung des Substantivums, nicht etwa des Verbums oder einer anderen Wortart gewählt, weil eben auch nur das, was ist, benannt werden kann. Aus dieser Gleichheit von heissen und sein erklärt sich auch, dass die Namen nach gewissen, oft zufälligen
¹ z. B. Trach. 541. 736. 1158. 1205; Ilias III 138. V 342; vgl. Polle S. 22. ² Auch in der lateinischen Literatur lässt sich dieselbe Erscheinung nachweisen: von den geraubten Sabinerinnen sagt Ovid fast. III 203: die ge- raubten hatten bereits meist den Namen Mütter= sie hiessen, sie waren Mütter: iamgque fere raptae matrum quogue nomen habebant. Umgekehrt sagt er II 475: der jetzt den Namen Quirinus hat, war früher Romulus: qui tenet hoc nomen, Romulus ante fuit. vgl. auch Quintilian inst. orat. I 6, 33: senatui nomen dedderit aetas, nam iidem patres sunt und Ovid met. XV 543 f.:........ guique fuisti Hippolytus, diæit, nunc idem Virbius esto.


