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ertheilte den Unterricht im Singen und Turnen Johannes beter, schon früher am Gymnasium.
Die von den Lehrern mit den Programmen veröffentlichten Abhandlungen waren zu Ostern 1846 von Vilmar: Abdruck dreier unbekannter Reimwerke Fischarts. 1847 von Ritter: über Tabellen zur Berechnung des Barometerstandes. 1848 von Dithmar: zur Geschichte der Katechetik im 16. Jahrhundert. 1849 von Weber: über Protagoras. 1850 von Weber: Quaestiones Protagoreae.
Die Zahl der Schüler sowie derjenigen, welche zur Universität entlassen wurden, betrug jedesmal am Schluss des Schuljahrs zu Ostern: 1846: 202(11), 1847: 192(12), 1848: 181(16), 1849: 185(13), 1850: 204(21).
Von den Schülern, welche seit 1833 bis zum Herbst 1850 das Gymnasium besucht haben, mögen folgende mit Angabe der Schulzeit eine Erwähnung finden:
Karl Majerus 31— 36. Karl Falck 28— 37. Franz Mittler 34--37. Victor Platner 32— 40. Albert Vorster 31— 40. Albert Wigand 35— 40. Adolt Amelung 36— 41. Karl Althaus 33— 42. Karl Steinhaus 34— 42. Karl Schmitt 37— 45. Wilhelm Crecelius 37— 43. Wilhelm Kolbe 38— 47. Franz v. Roques 42— 47. Friedr. Stolzenbach 42— 47. Julius Iffland 42— 47. Karl Fürer 43— 47. Gustav Seibert 37— 48. Julius Wolff 39— 48. Ernst Weyrauch 40— 49. Eduard Grimmell 42— 50. Otto v. Heusinger 40— 50. Karl Justi 40— 50. Adolf Soldan 43— 50. Alexander Vial 44— 50. Theodor Wessel 44— 50. Hermann Wigand 46—50.
An dem Ende des Schuljahrs 1849/50 schied Direktor Vilmar aus dem hiesigen Gymnasium, indem derselbe von Seiner Königl. Hoheit dem Kurfürsten durch Rescript vom 8. März 1850 nach Kassel berufen wurde, um im Ministerium die Stelle eines Re- ferenten für Kirchen- und Schulsachen zu übernehmen. Damit endigte die glänzendste Zeit des Gymnasiums, von welcher die im Jahr 1843 von Vilmar veröffentlichten Schul- reden sowie die 1845 in der ersten, 1881 in der zwanzigsten Auflage erschienenen Vor- lesungen über deutsche National-Literatur— beide in den ehemaligen Räumen des Gymnasiums verfasst— ein bleibendes Denkmal sein werden.
Z weiter Absehnitt. Die Zeit von 1850— 1868.
Mit dem 15. April 1850 trat Dr. Friedrich Münscher, bisher Director des Gymnasiums zu Hanau, durch landesherrliches Rescript vom 21. März zum Director des hiesigen Gymnasiums ernannt, mit einer Ansprache an die versammelten Lehrer und Schüler der Anstalt sein Amt an. Die Zeit seiner Wirksamkeit ist, Dank den bereits vor- her bereiteten Grundlagen, weniger wechsel- und ereignisvoll verlaufen, als die vorher- gehende Periode.


