Aufsatz 
Chronik des Gymnasiums zu Marburg von 1833 - 1883 / [Friedrich Münscher]
Entstehung
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ertheilte den Unterricht im Singen und Turnen Johannes beter, schon früher am Gymnasium.

Die von den Lehrern mit den Programmen veröffentlichten Abhandlungen waren zu Ostern 1846 von Vilmar: Abdruck dreier unbekannter Reimwerke Fischarts. 1847 von Ritter: über Tabellen zur Berechnung des Barometerstandes. 1848 von Dithmar: zur Geschichte der Katechetik im 16. Jahrhundert. 1849 von Weber: über Protagoras. 1850 von Weber: Quaestiones Protagoreae.

Die Zahl der Schüler sowie derjenigen, welche zur Universität entlassen wurden, betrug jedesmal am Schluss des Schuljahrs zu Ostern: 1846: 202(11), 1847: 192(12), 1848: 181(16), 1849: 185(13), 1850: 204(21).

Von den Schülern, welche seit 1833 bis zum Herbst 1850 das Gymnasium besucht haben, mögen folgende mit Angabe der Schulzeit eine Erwähnung finden:

Karl Majerus 31 36. Karl Falck 28 37. Franz Mittler 34--37. Victor Platner 32 40. Albert Vorster 31 40. Albert Wigand 35 40. Adolt Amelung 36 41. Karl Althaus 33 42. Karl Steinhaus 34 42. Karl Schmitt 37 45. Wilhelm Crecelius 37 43. Wilhelm Kolbe 38 47. Franz v. Roques 42 47. Friedr. Stolzenbach 42 47. Julius Iffland 42 47. Karl Fürer 43 47. Gustav Seibert 37 48. Julius Wolff 39 48. Ernst Weyrauch 40 49. Eduard Grimmell 42 50. Otto v. Heusinger 40 50. Karl Justi 40 50. Adolf Soldan 43 50. Alexander Vial 44 50. Theodor Wessel 44 50. Hermann Wigand 4650.

An dem Ende des Schuljahrs 1849/50 schied Direktor Vilmar aus dem hiesigen Gymnasium, indem derselbe von Seiner Königl. Hoheit dem Kurfürsten durch Rescript vom 8. März 1850 nach Kassel berufen wurde, um im Ministerium die Stelle eines Re- ferenten für Kirchen- und Schulsachen zu übernehmen. Damit endigte die glänzendste Zeit des Gymnasiums, von welcher die im Jahr 1843 von Vilmar veröffentlichten Schul- reden sowie die 1845 in der ersten, 1881 in der zwanzigsten Auflage erschienenen Vor- lesungen über deutsche National-Literatur beide in den ehemaligen Räumen des Gymnasiums verfasst ein bleibendes Denkmal sein werden.

Z weiter Absehnitt. Die Zeit von 1850 1868.

Mit dem 15. April 1850 trat Dr. Friedrich Münscher, bisher Director des Gymnasiums zu Hanau, durch landesherrliches Rescript vom 21. März zum Director des hiesigen Gymnasiums ernannt, mit einer Ansprache an die versammelten Lehrer und Schüler der Anstalt sein Amt an. Die Zeit seiner Wirksamkeit ist, Dank den bereits vor- her bereiteten Grundlagen, weniger wechsel- und ereignisvoll verlaufen, als die vorher- gehende Periode.