Druckschrift 
1 (1887)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

22

gewesen zu sein: in der Nähe von Rüdesheim und Kaub, wo sie die Burg Sauerburg und das Dorf Sauerthal bis zu ihrem Erlöschen besassen(Vogel, a. O. 49 ff.; 80 f). Kurz vorher(1630) kamen sie noch in den Pfandbesitz von Sponsheim bei Bingen auf dem linken Rheinufer(Wagner, Beschreibung von Hessen II, 132). Das Geschlecht starb 1668 mit Heinrich, dem Vizedom und Kurmainzer Gesandten auf dem Westfälischen Frieden, aus(Gerning, die Rheingegenden von Mainz bis Cölln 92); der Besitz vererbte auf die v. Bettendorf und v. Metternich.

von Bronsart, noch jetzt blühend(Br. v. Schellendorf), waren Mitglieder in R., wo sie um 1580(nach dem Aussterben der v. d. Keer) das Rittergut Schwickershausen bei Nordheim(nicht Schweickertshausen, wie Berghaus schreibt, was auf Schweikertshausen bei Heldburg führen könnte) als hennebergisches Lehen erhielten und bis 1747 inne hatten(Brückner, Landeskunde von Meiningen II, 184 f). In Ostheim v. d. Rhön besassen sie einen von den 12 Burg- sitzen, für den sie ebenfalls die Reichsfreiheit in Anspruch nahmen(Ersch u. Gruber, Encycl. unter Osth.).

von Bubenheim, verschieden von den Specht von Bubenheim, mit denen sie aber die gleiche Heimat(B. bei Kirberg auf dem Einrich) hatten, scheinen nur geringen Besitz gehabt zu haben und gingen Ende des 17. Jhs. aus(Vogel, histor. Top. v. Nass. 223; 251).

von Bubenhoven, eine schwäbische Familie, deren abgegangene Stammburg bei Binsdorf im Oberamt Sulz lag. Unter den Vasallen der Grafen von Hohenberg scheinen sie eine bedeutende Stelle eingenommen zu haben, und ihr Besitz in der Nachbarschaft ihres Stammsitzes war beträchtlich. Im 15. Jh. hatte wohl die Familie ihren Glanzpunkt erreicht; zu dem alten Besitz(Geislingen, Bronnhaupten etc.) war neuer hinzugekauft(Gamertingen und Hettingen, Leinstetten und Dottern- hausen); seit 1481 waren sie Pfandinhaber des zollernschen Schlosses Schalksburg(v. Stillfried und Märcker, hohenzollerische Forschungen I, 166). Da trat mit dem Anfang des 16. Jh. ein schwerer Vermögensverfall ein; Wolf v. B. wurde deshalb geächtet und musste sich zur Veräusserung des grössten Teils der Stammguüter entschliessen(O. a. beschr. v. Balingen 397). Doch blieb ihnen das Gut Leinstetten erhalten, mit dem sie später dem Kanton N. angehörten; sie besassen es als Lehen der Grafen von Hohenberg und ihrer Rechtsnachfolger; erst 1783 wurde es vom Lehensver- band frei gemacht und dann verkauft. Für den Verlust, den die Familie in N. erlitten hatte, fand sich vor Ablauf des 16. Jhs. Ersatz im Kanton K., als Hans Joachim durch eine Pappenheimsche Erbtochter das Rittergut Ramsberg erwarb(c. 1560) und 1575 Kleinsiessen erkaufte. Andere Er- werbungen folgten; ging auch durch die Teilungen in der Familie, denen Veräusserungen folgten, manches wieder verloren, so blieb doch die Familie, die seit 1722 freiherrlich war, bei dem Kanton K. mit Kleinsiessen und Winzingen immatrikuliert. Sie erlosch 1814.(O. a. beschr. v. Geisslingen (Kleinsiessen), v. Göppingen(Gross-Eislingen), v. Esslingen(Steinbach), v. Gmüúnd(Ramsberg und Winzingen) u. s. w.)

von Buchenau, einst das mächtigste und reichste Edelgeschlecht im buchischen Lande, hatte seine Stammburg im Kirchdorfe Buchenau(Kr. Hünfeld). Schon frühzeitig hatte es sich in viele Zweige geteilt, die auf fast allen Burgen der Nachbarschaft Burgsitze hatten. Die ungebändigte Fehdelust verwickelte die v. B. in endlose Fehden mit den anderen Rittergeschlechtern, mit den Stiftern Hersfeld und Fulda, mit den hessischen und hennebergischen Herrn. Im 14. Jh. waren sie zeitweilig Mitregenten der Abtei Fulda und im folgenden mehrere Mitglieder des Geschlechts Abte von Hersfeld und Fulda. Damals scheint die Familie ihre glanzvollste Zeit gehabt und am weitesten